Hecking schimpft: großkreutz' wolfsburg-wünsche als „respektlos“!

Wolfsburg – Der Ärger bei VfL-Trainer Dieter Hecking ist offensichtlich: Seine scharfe Kritik an den Äußerungen des ehemaligen Nationalspielers Kevin Großkreutz sorgt für Gesprächsstoff. Der Weltmeister von 2014 hatte im Podcast „Viertelstunde Fußball“ überraschend seinen Wunsch geäußert, Wolfsburg in die Zweite Bundesliga absteigen zu sehen – ein Kommentar, der nun von Hecking als „despektierlich“ abgetan wird.

Die schärfe des trainers: mehr als nur kritik

„Ich empfehle jedem, dass er zuerst vor seiner eigenen Haustür kehrt“, wetterte Hecking gegenüber „Sport Bild“. „Solche Äußerungen sind respektlos, weil es sehr einfach ist, von außen draufzuhauen. Ein Verein, der fast 30 Jahre Bundesliga-Erfahrung hat, hat jede sportliche Berechtigung, dort zu bleiben.“ Die Worte des Trainers sind ein deutliches Zeichen des Unmuts über die unbedachte Kritik eines ehemaligen Profis.

Großkreutz hatte seine abfälligen Bemerkungen im Podcast mit der Stimmung im Volkswagen-Stadion begründet: „Eigentlich dürfen sie nicht absteigen, die haben immer ein volles Stadion und eine geile Stimmung.“ Diese Aussage nahm Hecking nicht als konstruktive Kritik, sondern als unnötige Provokation wahr. Der VfL Wolfsburg kämpft derzeit gegen den Abstieg und liegt auf dem 17. Platz – vier Punkte fehlen auf den Relegationsplatz, sechs auf den direkten Klassenerhalt.

Doch es geht um mehr als nur die sportliche Situation. Hecking betonte, dass er sich „nichts von Rechenspielen“ versprach, sondern auf die eigene Leistung fokussiert sei. „Klar ist, dass jetzt Platz 16 unser Minimalziel ist.“

Chaos im team? hecking weist gerüchte zurück

Chaos im team? hecking weist gerüchte zurück

Gegenüber den anhaltenden Gerüchten über chaotische Zustände innerhalb der Mannschaft, zeigte sich Hecking unlängst kämpferisch: „Nein, da kommt die Mannschaft zu schlecht weg! Es ist nicht einfach, wenn man viele verschiedene Nationalitäten und Charaktere hat, die unterschiedlich mit Niederlagen umgehen. Aber hier sitzen keine 24 Stinkstiefel, die nicht miteinander können. Und Chaos wird es bei mir nie geben.“ Allerdings räumte er ein, dass der Kader aktuell zu groß sei, ein Problem, das die sportliche Leitung angehen muss.

Die jüngste 6:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen verdeutlicht die prekäre Lage der Wölfe. Der Abstieg rückt immer näher und die kommenden Spiele werden entscheidend sein. Es bleibt abzuwarten, ob Hecking und sein Team es schaffen, die Kurve zu bekommen und den Klassenerhalt zu sichern. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der VfL Wolfsburg die Klasse hält oder den Gang in die Zweite Bundesliga antreten muss.