Havertz rettet arsenal: späte entscheidung in lissabon!

Arsenal hatte lange die Oberhand, doch Sporting Lissabon wehrte sich verbissen. Erst der eingewechselte Kai Havertz sorgte in der Nachspielzeit für den umjubelten, wenn auch glücklichen, 1:0-Auswärtssieg im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League. Ein Sieg, der in Anbetracht der jüngsten Leistungen der Gunners keineswegs selbstverständlich war.

Die gunners im formtief – havertz der retter

Die gunners im formtief – havertz der retter

Die Partie in Lissabon offenbarte erneut die Schwächen, die Trainer Mikel Arteta in den letzten Wochen zu bekämpfen versucht. Arsenal kontrollierte zwar das Spielgeschehen, doch die Gefahr resultierte fast ausschließlich aus Standardsituationen. Hier sind die Londoner in der aktuellen Saison kaum zu schlagen – allein in der Premier League erzielten sie 22 Treffer nach ruhenden Bällen. In Lissabon blieb diese Stärke jedoch aus, während Sporting sich mit Leidenschaft verteidigte.

Zunächst schien es, als würden die Gunners auch in Portugal mit einer weiteren Enttäuschung leben müssen. Der vermeintliche Führungstreffer durch Zubimendi wurde nach Video-Check wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen. Dann, als die Hoffnung schwand, kam Havertz. Der Nationalspieler, der erst in der 70. Minute ins Spiel kam, lauerte in der Mitte auf einen Pass und vollendete eiskalt – ein Treffer, der Arsenal nicht nur in Führung brachte, sondern auch für eine spürbare Stimmungsaufhellung sorgte.

Die Vorgeschichte ist bezeichnend: Arsenal durchlebt aktuell eine schwierige Phase. Das frühe Aus im FA-Cup gegen Zweitligist Southampton hatte die Situation zusätzlich verschärft. Arteta selbst sprach von einem „ersten Moment der Schwierigkeit“ in einer ansonsten starken Saison. Dass sich die Mannschaft nun in der Champions League beweisen muss, erhöht den Druck zusätzlich.

Der Sieg in Lissabon ist somit mehr als nur drei Punkte. Er ist ein Zeichen der Moral, ein Beweis für die mentale Stärke eines Teams, das sich trotz Rückschlägen nicht unterkriegen lässt. Ob dieses Zeichen ausreicht, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern – insbesondere das Rückspiel in Madrid gegen den amtierenden Champions-League-Sieger FC Bayern – bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Mit Kai Havertz im Kader hat Arsenal eine zusätzliche Waffe im Angriff.