Harden: trotz pleite glaubt er an das beste team!
Cleveland – James Harden hat nach dem historischen Sweep gegen die New York Knicks eine Ansage gemacht, die im Basketball-Amerika für Stirnrunzeln sorgte: „Ich glaube immer noch, dass wir das beste Team haben.“ Eine kühne Behauptung, angesichts der Tatsache, dass seine Cavaliers in vier Spielen komplett von den Knicks überrollt wurden.

Ein fragwürdiger optimismus nach dem debakel
Harden, der in der vergangenen Saison einen turbulenten Weg von Houston über Brooklyn nach Cleveland hinter sich hatte, schien mit den Cavs eine neue Heimat gefunden zu haben. Das Team zeigte zwar eine starke Regular Season, doch die Finals-Serie offenbarte deutliche Schwächen. Die Knicks nutzten die Unsicherheiten in der Defense der Cavaliers geschickt aus und demonstrierten eine beeindruckende Teamleistung. Nun steht die Frage im Raum: Kann Cleveland mit Harden in der kommenden Saison wirklich um den Titel mitspielen?
Ein historischer Schatten über Hardens Karriere Der Glaube an das eigene Team ist bewundernswert, doch für Harden könnte diese Aussage auch als Ablenkungsmanöver dienen. Denn die Niederlage gegen die Knicks katapultierte ihn in eine unrühmliche Statistik: Er ist nur zwei Spiele davon entfernt, den traurigen Rekord von Karl Malone einzunehmen, der mit 193 Playoff-Spielen ohne Titel die unglücklichsten Stars der NBA-Geschichte anführt. Harden steht aktuell bei 191.
Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: Harden hat in seiner Karriere immer wieder in Teams gespielt, die zumindest das Potenzial für eine erfolgreiche Playoff-Saison hatten. Doch der erhoffte Triumph blieb ihm stets verwehrt. Er teilt sich mit Malone den Rekord für die meisten Playoff-Siege ohne Titel (98). Das wirft einen langen Schatten auf seine Karriere und stellt seine Fähigkeit in Frage, ein Team zum Erfolg zu führen.
Die Zukunft der Cavaliers ist ungewiss. Sollte man versuchen, mit dem aktuellen Kader erneut einen Titelangriff zu starten, oder ist ein Umbruch unausweichlich? Harden hat noch ein Jahr Vertrag mit einer Spielergoption über 42 Millionen Dollar. Ob er diese Option zieht oder sich nach einem neuen Glück sucht, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Solange er den Titel nicht in den Händen hält, wird die Frage nach seinem Platz im Pantheon der NBA-Größen weiterhin bestehen.
Die Niederlage gegen die Knicks hat nicht nur die Hoffnungen der Cavaliers zerstört, sondern auch die Debatte um James Hardens Vermächtnis neu entfacht. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, zweifellos. Aber ohne den ersehnten Titel wird er für immer als einer der größten Träumer der NBA in Erinnerung bleiben – ein Mann, der immer knapp am Ziel war.
