Hansa rostock: der traum vom aufstieg zerplatzt in einer demütigung!
Die Kogge liegt am Boden. Nach dem blassen Remis in Schweinfurt kassierte Hansa Rostock gestern Abend vor den Augen eigener Fans eine vernichtende 2:5-Heimpleite gegen den SV 07 Elversberg. Ein Debakel, das die Aufstiegsambitionen der Rostocker ernsthaft gefährdet und Trainer Daniel Brinkmann in Rage versetzte.
Die abwehr: ein flickwerk aus fehlern
Was war das für eine Vorstellung? Die Mannschaft, die bis vor kurzem als zweitbeste Defensive der Liga galt, präsentierte sich gegen Elversberg in ihrer schlechtesten Phase. Leichtsinnige Ballverluste im Spielaufbau, katastrophale Abstimmung in der Hintermannschaft – die Fehlerkette war schier endlos. Brinkmann sprach von einer „absoluten Katastrophe“ und machte seiner Frustration Luft. „Es waren einfach zu viele entscheidende Fehler“, so der Coach nach dem Spiel.
Die Probleme in der Abwehr sind längst kein neues Phänomen mehr. Seit Wochen leidet die Kogge unter einer fehlenden Stabilität und einer fragwürdigen Zuteilung im eigenen Strafraum. Brinkmanns Ungeduld wächst: „Du kannst über vieles reden, aber wenn du über dieselben Probleme immer wieder sprichst, musst du dich fragen, warum wir es nicht hinbekommen.“ Die Frage ist: Wann erkennt die Mannschaft endlich, dass es höchste Zeit ist, umzuschalten?

Die verpasste chance: der rückschlag im aufstiegskampf
Die Niederlage kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Mit einem Sieg hätte Hansa den Patzer von F.C. Homburg am Freitag ausnutzen und zumindest punktemäßig an Cottbus vorbeiziehen können. Stattdessen beträgt der Rückstand auf die Lausitzer nun drei Punkte – und die haben am Sonntag noch zusätzlich gewonnen. Der Aufstieg rückt in weite Ferne.
„Wenn du oben angreifen willst, dann kannst du so eine Leistung hinten nicht abliefern“, betonte Brinkmann mit Nachdruck. Die fehlende Risikobereitschaft im eigenen Offensivspiel tat ein Übriges. Passungenauigkeiten und unnötige Ballverluste unterbauten den Eindruck einer völlig verunsicherten Mannschaft.

Die fans protestieren: brinkmann zeigt verständnis
Die Enttäuschung der Fans war am deutlichsten zu hören. Pfiffe und Buhrufe begleiteten die Spieler beim Verlassen des Platzes. Brinkmann zeigte Verständnis für die Reaktion der Anhänger: „Das ist nicht Hansa-like, das ist peinlich. Die Fans unterstützen uns 90 Minuten lang – und dann haben sie das Recht, sich so zu äußern.“
Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am Dienstag im Landespokal-Halbfinale gegen den Greifswalder FC. Doch bevor es so weit ist, muss Brinkmann und seine Mannschaft dringend eine Lösung für die Abwehrprobleme finden. Sonst war es das mit dem Aufstieg – und vielleicht sogar mit der sportlichen Reputation des Vereins.
