Hannover zieht island-knipser sigvaldi guðjónsson aus norwegen ab

Sigvaldi Guðjónsson kommt, sieht und wird sofort siegen müssen. Die TSV Hannover-Burgdorf hat den isländischen Rechtsaußen von Kolstad IL losgeeist und sich damit zum zweiten Mal für 2026/27 rüstet – nachdem Marius Steinhauser die Rückwärts-Rolle gen Neckar antritt.

Warum der 31-jährige für hannover eine klare kampfansage ist

Warum der 31-jährige für hannover eine klare kampfansage ist

348 Tore in der EHF Champions League sprechen eine Sprache, die selbst Zweifler verstummen lässt. Guðjónsson liefert seit sieben Jahren Woche für Woche Referenz gegen Barça, Kiel und Paris – jetzt soll er die Recken stabil auf Europas Kurs halten. Sportdirektor Sven-Sören Christophersen gibt sich kämpferisch: „Wir bekommen jemanden, der Finalspiel-Luft geschnuppert hat, nicht nur mitgelesen.“

Die Konkurrenz auf der rechten Bahn bildet Daniel Weber (23). Der Youngster liefert Tempo, Guðjónsson bringt die Ruhe – ein Duo, das Gegner in Zwickmühlen zwingen soll. Die Vertragslaufzeit bis 2029 verpflichtet beide Seiten zum sofortigen Erfolg; Handball-Bundesliga heißt schließlich kein Entwicklungsprojekt.

Der Isländer selbst klingt, als hätte er die Entscheidung schon vor Wochen im Kopf abgehakt: „Hannover ist ein Klub mit klarer Handschrift – genau das wollte ich nach all den Jahren in Skandinavien.“ Übersetzt: Er will Titel, nicht nur Teilnahme.

85 Länderspiele, 230 Tore, zwei norwegische Meisterschaften, zwei polnische – die Liste lässt sich endlos fortsetzen. Doch die Zahl, die Hannover bewegt, lautet 40: genau so viele Treffer schoss Guðjónsson in dieser Champions-League-Saison, obwohl Kolstad bereits in der Gruppenphase ausschied. Effizienz heißt das Stichwort.

Die Daikin Bundesliga bekommt damit ein zusätzliches Ausrufezeichen. Die internationale Klasse der Recken war zuletzt durch Wechselgerüchte ins Wanken geraten; mit dem Linkshänder aus Reykjavík ziehen sie die Notbremse und zeigen Ambitionen, die über das Erreichen der Pokalrunden hinausgehen.

Für die Fans beginnt jetzt der Countdown. Noch ein Jahr, dann steht der Isländer in der ZAG-Arena. Bis dahin bleibt die Devise: mit Guðjónsson keine Ausreden mehr – nur Siege zählen.