Hannes dold raus, aber nicht weg: köln verbannt standard-debakel in neue sparte

Die Zahlen lügen nicht: Vier Gegentore nach Ecken, kein einziges Tor aus einer eigenen. Beim 1. FC Köln war Hannes Dold für Standards zuständig – jetzt ist er es nicht mehr. Doch statt ihn zu feuern, verfrachtet der Klub den 33-Jährigen in eine Sondermission.

Warum der fc dold nicht gehen lässt

Warum der fc dold nicht gehen lässt

Seit Mitte Februar ist Dold offiziell kein Co-Trainer mehr. Lukas Kwasniok sagte damals, der Glaube an die Standards sei „verloren“ gegangen, und klang dabei fast entschuldigend. Zu Recht. Köln ist in beiden Strafräumen das schwächste Team der Liga. Die Lösung: Wagner und Huckestein übernehmen, Dold verschwindet – aber nur auf dem Papier.

Intern gilt der A-Lizenz-Inhaber als akribischer Analyst. Deshalb rückt er nun ins Verborgene vor. Bis Saisonende bewertet er die Leistungen der sieben Ausgeliehenen – von Pauli in Dresden bis Potocnik in Essen – und liefert Empfehlungen, wer zurückkehrt und wer endgültig gehen darf. Direkt an Thomas Kessler, den Sport-Geschäftsführer.

Die Personalie ist ein typischer FC-Kompromiss: Fehler eingestehen, aber keine Köpfe rollen lassen. Dold bekommt ein zweites Leben, der Klub Zeit, die Leih-Transfers neu zu justieren. Besonders brisant: Nur Rasmus Carstensen dürfte in Aarhus bleiben, die anderen sechs stehen noch auf Abruf.

Für Dold ist es keine Beförderung, aber auch kein Abstellraum. Er bleibt im Boot, rettet seine Reputation – und könnte im Sommer wieder auftauchen, wenn die Standard-Statistik endlich besser aussieht.