Hanfmann scheitert in stuttgart: struff hält deutschland im rennen
Ein bitterer Tag für deutsche Tennis-Hoffnungen in Stuttgart: Yannick Hanfmann musste im Achtelfinale des ATP-Turniers dem Italiener Mattia Bellucci nach einem spannenden Fight den Platz räumen. Die knappe Niederlage wirft einen Schatten auf die Vorbereitung des Karlsruhers auf Wimbledon.

Der rasen fordert seinen tribut
Das Match verlief äußerst ausgeglichen. Hanfmann, Weltranglisten-59., konnte sich im ersten Satz geschlagen geben (5:7), wehrte sich aber im zweiten Durchgang mit großem Kampfgeist und sicherte sich diesen im Tie-Break (7:4). Doch im Entscheidungssatz fand der 34-Jährige nicht mehr zu seinem Spiel und verlor deutlich mit 2:6. Bellucci präsentierte sich als der überlegenere Spieler und demonstrierte seine Rasenexpertise.
Für Hanfmann bedeutet dies das vorzeitige Aus und eine verpasste Chance, seine bisherige Bestleistung bei diesem Vorbereitungsturnier auf den Rasenklassiker in Wimbledon zu übertreffen. Erneut scheiterte er im Achtelfinale – bereits 2017 gegen Alexander Zverev in einem packenden deutschen Duell.
Ein Lichtblick am Horizont: Mit dem Hamburger Jan-Lennard Struff ist immerhin noch ein deutscher Spieler im Turnier vertreten. Der Routinier, der nach dem French-Open-Sieg seinen Start kurzfristig abgesagt hatte, trifft am Nachmittag auf den an Position drei gesetzten Kasachen Alexander Bublik. Struff wird nun die letzte Hoffnung der deutschen Fans tragen müssen.
Die Zahl spricht für sich: Hanfmann scheiterte bereits dreimal in der gleichen Phase des Turniers. Die Frage ist, ob dies ein Zeichen für eine anhaltende Schwäche auf Rasen ist oder lediglich ein unglücklicher Tag.
