Woltemade: „das bringt uns doch nichts!“ – seine deutliche kritik an der sturm-debatte

Die Diskussion um die Sturmposition in der deutschen Nationalmannschaft brodelt seit Jahren, und Nick Woltemade scheint sichtlich genervt davon zu sein. In einer ZDF-Dokumentation äußerte sich der Angreifer harsch zur ständigen Debatte um die Personalwahl, die regelmäßig für hitzige Kontroversen sorgt.

Die ewige frage: wer spielt im sturmzentrum?

Die ewige frage: wer spielt im sturmzentrum?

Die Frage, wer bei der anstehenden Weltmeisterschaft im Sturmzentrum der DFB-Auswahl stehen wird, spaltet die Gemüter. Namen wie Deniz Undav, Kai Havertz und natürlich Nick Woltemade tauchen immer wieder auf – verbunden mit einer Flut an Meinungen und Forderungen. Woltemade kann dieses ständige Hin und Her nicht nachvollziehen. „Ich finde es schade. Warum ist das immer so gegeneinander?“, fragte er in der Sendung „World Cup“. „Jeder kann seine Meinung haben, aber das bringt uns allen nichts.“

Die Situation von Woltemade ist angesichts seiner eigenen sportlichen Entwicklung komplex. Während er in der WM-Qualifikation noch einen festen Platz im Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte, läuft es bei Newcastle United seit Monaten alles andere als rund. Im gesamten Kalenderjahr 2026 gelang ihm lediglich ein einziger Treffer in der Premier League. Es hat seine Gründe, ich habe auf einer ganz anderen Position gespielt, erklärte er, bemüht, die Situation zu relativieren, obwohl er zugibt: „Was mich aber viel mehr nervt, ist, was daraus gemacht wird.“

Die Kritik an seiner Torlosigkeit wird von Woltemade als Fehlinterpretation seiner Rolle bei Newcastle wahrgenommen. „Wenn alle weiter sagen: ‚Der schießt keine Tore‘, dann denke ich mir: ‚Ja, ich spiele doch ganz woanders!‘“ Ein Gefühl der Erleichterung schleicht sich ein, sobald er das Netz endlich zum Beben bringt: „Ich merke das wirklich direkt, weil du weißt: Du hast deinen Job erledigt, du hast ein Tor geschossen.“

Die Vorfreude auf die WM-Nominierung war bei Woltemade groß. Er gestand, dass er sich abends im Bett noch mit der Frage beschäftigt habe, ob er dabei sein würde. Ein Gespräch mit Julian Nagelsmann, der ihm versicherte, auf seine Fähigkeiten zu vertrauen, gab ihm inneren Frieden. „Das hat mir sehr geholfen“, so der frühere Stuttgarter.

Die ständige Diskussion um die Sturmreihe der Nationalmannschaft mag die Spieler belasten, doch Woltemades deutliche Worte zeigen, dass er sich davon nicht entmutigen lässt. Sein Fokus liegt nun darauf, auf dem Platz zu glänzen – und die Kritiker mit Toren zum Schweigen zu bringen.