Hertha bsc: görlich hält an leitl fest – trotz debakel in bielefeld!
Berlin – Ein klares Bekenntnis inmitten der Krise: Hertha BSC-Geschäftsführer Peter Görlich verteidigt Trainer Stefan Leitl vehement, selbst nach dem desaströsen 1:6 gegen Arminia Bielefeld am Saisonende. Der Druck auf den Coach ist enorm, doch der Verein setzt weiterhin auf Kontinuität – eine Entscheidung, die Görlich auch in Zukunft wieder treffen würde.
Die jobgarantie: ein signal für planungssicherheit
„Ich würde wieder so entscheiden“, erklärte Görlich in einer Medienrunde am Mittwoch. Die frühzeitige Zusage an Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber soll vor allem eine Botschaft an die interne Organisation senden: „Wir brauchen eine gewisse Planungssicherheit.“ Das katastrophale Auftreten in Bielefeld, bei dem die Hertha bereits mit 0:4 zurücklag, sei zwar „in keiner Weise zu akzeptieren“, so Görlich, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung des Vereins.
Die Fans ließen ihrer Enttäuschung nach dem Spiel freien Lauf, Rufe nach Leitls Entlassung waren deutlich zu hören. Görlich zeigte Verständnis für die Emotionen: „Ich kann die Frustentladung komplett nachvollziehen.“ Er betonte jedoch, dass die Kritik sich auf die Leistungen und nicht auf die Person Leitls konzentrieren sollte. Die verpasste Rückkehr in die Bundesliga schmerzt, doch der Verein scheint entschlossen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Standards und konstanz: die kernprobleme der hertha
Laut Görlich hat der Verein bereits „Klarheit“ über die Problemfelder geschaffen. Das Verhalten bei Standardsituationen sei ein zentrales Thema, ebenso die fehlende Konstanz. „Wir sind eigentlich von Anfang an immer hinterhergelaufen“, monierte Sportdirektor Weber. „Wir können mit den Spitzenteams mithalten, aber wir können es nicht konstant.“ Die Hertha müsse lernen, ihre Leistung über einen längeren Zeitraum abrufen zu können.
Ein intensives Transferfenster steht nun bevor. Görlich rechnet mit Veränderungen im Kader: „Wir werden Qualität verlieren.“ Die Suche nach geeigneten Nachfolgern beginnt bereits, um die entstandenen Lücken zu schließen und die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Die Aufgabe ist klar: Hertha BSC muss sich neu finden und zurück in die Erfolgsspur bringen – mit Stefan Leitl an der Seitenlinie.
