Hand-knall nach traum-debüt: matheo raab fällt wochenlang aus
Matheo Raab hatte sich gerade mit 1. FC Union Berlin die Weste sauber gehalten, da zog ihn die Realität zurück auf den Boden – und zwar mit einem Handschuh voller Schmerzen. Der Torhüter zog sich beim 1:0 in Freiburg eine Handverletzung zu, die ihn laut Klub „mehrere Wochen“ außer Gefecht setzt.
Der einsatz, der sich rächt
Als Frederik Rönnow wegen Fußproblemen passen musste, schob Trainer Bo Svensson den 27-Jährigen zwischen die Pfosten. 90 Minuten, acht Paraden, Note 2,5 – Raab spielte sich in eine Traumnote, dann folgte der Schock. In der Nachspielzeit stürzte er nach einem Luftduell mit Bruno Ogbus auf die rechte Hand, blieb liegen, stand wieder auf.
Er konnte sogar noch den letzten Großchance von Niklas Beste aus dem Winkel kratzen. „Ich hab nur noch Schmerzen gespürt“, sagte er nach dem Abpfiff bei DAZN. „Aber wechseln ging nicht. Also Zähne zusammenbeißen, Handschuh wieder rauf und durch.“

Diagnose schweigen, folgen klar
Union verriss sich am Montag in die typische Berliner Informationspolitik: keine medizinischen Details, nur die nüchterne Ansage, dass Raab „in den kommenden Wochen“ fehlt. Für einen Schlussmann, der gerade erst seinen Durchbruch wollte, ist das ein herber Rückschlag.
Der Weg bis hierhin war lang. Nach 38 Drittliga-Einsätzen für Kaiserslautern und drei Jahren in der HSV-Reserve wechselte Raab 2025 an die Alte Försterei. Er kam, um zu lernen, blieb, um zu warten – und sollte nun endlich zeigen, warum Union ihn geholt hat.
Stattdessen rutscht er wieder in die Reha-Räume, während Rönnows Fußheilung zum Saison-Engpass wird. Union liegt vorübergehend auf Rang neun, doch der nächste Punktgewinn muss ohne den neuen Helden auskommen.
Die Ironie: Der Mann, der für den Klub sein Debüt feierte, wird nun selbst zum Engpass. Die Hand, die den Sieg sicherte, ist geprellt – und mit ihr der erste Lichtblick der Saison.
