Handball-zukunft 2026: diese frauen schwenken schon jetzt die fahnen

Der Sommer 2026 wirft seine Schatten voraus. Während die Liga erst am sechsten Spieltag schwitzt, haben die Manager der 2. Handball-Bundesliga Frauen schon die Koffer für die nächste Saison gepackt. Ein Blick in die geheimen Listen zeigt: Wer umsteigt, wer pauseiert – und wer einfach nur verschwindet.

Transfers, die schon jetzt die rangfolge durcheinanderwirbeln

Die erste Bombe kommt aus Regensburg. Lisa Schipper wechselt von der SG Kappelwindeck/Steinbach an die Donau, wo sie mit Anna Ehmann ein neues linkes Mittelblock-Duo bildet. Für Ehmann bedeutet der Wechsel nach Göppingen-Rückkehr eine zweite Chance in der zweiten Liga. Julika Birnkammer dagegen zieht es nach Oldenburg – ein klassischer Abstiegs-Klassiker, der den ESV 1927 Regensburg defensive Stabilität kostet.

Füchse Berlin setzen auf niederländische Frische. Britt van der Baan verlässt Leverkusen, um in der Hauptstadt mit Laura Penzes aus Zwickau ein neues Tempo zu etablieren. Die Konsequenz: Lara Sophie Fichtner sucht ein neues Zuhause, Kristina Fodjo legt eine Handball-Pause ein – ein Wort, das in der Leistungswelt so klingt wie „Karriereende light“.

Leverkusen verliert doppelt, mainz gewinnt mattig

Leverkusen verliert doppelt, mainz gewinnt mattig

Bei Bayer Leverkusen geht nicht nur van der Baan, auch Sybille Gruner zieht sich in den Nachwuchs zurück. Als Ersatz holt der Traditionsklub Franziska Garcia – allerdings nicht als Spielerin, sondern als Trainerin. Ein Signal: Die Zeiten des Schnell-Transfers sind vorbei, jetzt wird neu gedacht. Mainz 05 dagegen bleibt klassisch und sichert sich Alea Mattig aus Lintfort. Eine Lösung, die dem Tabellenvorletzten neue Impulse im Rückraum verspricht.

Die TG Nürtingen setzt auf Kontinuität mit einem Schuss Wildcard-Charakter. Maxime Luber kommt vom VfL Waiblingen und bringt 86 Tore der vergangenen Saison mit. Für Waiblingen bedeutet das: Hannah Hönig rückt vom Ligakonkurrenten SG Schozach-Bottwartal nach – ein Tausch auf Augenhöhe, der beiden Klubs neue Dynamik gibt.

Sv todesfelde: der aufsteiger kauft sich frei

Sv todesfelde: der aufsteiger kauft sich frei

Noch spielt der SV Todesfelde in der 3. Liga, doch die Kaderplanung läuft auf Hochtouren. Mit Finja Harms und Stine Petersen holt der Nordclub zwei Leistungsträgerinnen aus Buchholz-Rosengarten. Dazu gesellen sich Junioren-Nationalspielerinnen wie Mia Friedrichs und Line Ruge vom VfL Bad Schwartau. Die Botschaft: Todesfelde plant den Sprunk – und zwar mit dem Schwung der jungen Wilden.

Die Bilanz nach dem ersten Durchgang: Zwölf Vereine haben mindestens einen neuen Namen auf der Liste, fünf Klubs halten sich bedeckt. Die Stille ist dabei kein Zeichen von Passivität, sondern von Verhandlungen, die erst in der Winterpause öffentlich werden. Wer bislang nicht auftaucht, arbeitet an größeren Paketen.

Die 2. Handball-Bundesliga Frauen lebt nicht nur von der Tabellenmitte, sondern von der Unruhe dahinter. Und die beginnt oft zwei Jahre vor dem ersten Pfiff. Sommer 2026 – schon jetzt ein Transfer-Sommer, der die Karten neu mischt.