Handball-schock: deutschland verliert gegen dänemark – gidsel im hexenkessel!

Kopenhagen tobte, und die deutsche Handball-Nationalmannschaft musste sich dem amtierenden Weltmeister Dänemark mit 28:36 geschlagen geben. Ein Debakel, das zwar erwartungsgemäß kam, angesichts der aktuellen Form beider Teams, aber dennoch die Schwächen der DHB-Auswahl schonungslos offenbarte. Das EM-Finale von Februar scheint sich in mancherlei Hinsicht zu wiederholen, nur dieses Mal mit noch deutlicheren Konsequenzen.

Gidsel – ein mann, eine wand, ein spiel

Mathias Gidsel, der Welthandballer, präsentierte sich in Topform und war der unbändige Motor der dänischen Offensive. Zehn Treffer erzielte er, verteilte Vorlagen und schien jeden deutschen Zugriff zu antizipieren. Seine Leistung war schlichtweg herausragend und ließ Bundestrainer Alfred Gislason nur den Kopf schütteln. „Das ist der schwerstmögliche Gegner im Welt-Handball!“, kommentierte Gislason nach dem Spiel die Aufgabe, gegen dieses dänische Kraftpaket anzutreten.

Die Anfangsphase gehörte klar Dänemark. Nach nur sechs Minuten führte das Team bereits mit 5:2, angeführt von Gidsel, der mit zwei frühen Toren den Ton angab. Auch die Torwartleistung von Emil Nielsen (54 Prozent Paraden) trug maßgeblich zum dänischen Vorsprung bei. Die deutsche Antwort blieb zögerlich und unpräzise. Ein Patzer von Knorr und ein verfehlter Siebenmeter von Jakobsen verstärkten den Eindruck von Nervosität in der deutschen Mannschaft.

Magnus Saugstrup, sonst ein sicherer Kreisläufer, vergab überraschend eine freistehende Chance – ein Zeichen für den Druck, der auf der deutschen Mannschaft lastete. Die Pausenbilanz von 13:21 verdeutlichte die deutliche Überlegenheit Dänemarks und machte deutlich, dass eine Wende im zweiten Durchgang nur schwer vorstellbar war.

Ein hoffnungsschimmer – und dann doch wieder die dänen

Ein hoffnungsschimmer – und dann doch wieder die dänen

Nach der Pause zeigte Deutschland zwar eine verbesserte Leistung und verkürzte den Rückstand auf vier Tore (20:24), doch diese Aufholjagd war nur von kurzer Dauer. Dänemark konterte mit brachialer Wucht aus dem Rückraum, angeführt von Simon Pytlick, der die deutsche Abwehr mehrfach überraschte. Gidsels zehnter Treffer in der 57. Minute zerschlug endgültig die letzten Hoffnungen der deutschen Fans.

Die Zuschauer sahen ein Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten, aber vor allem eine dänische Mannschaft, die ihren Status als Weltmeister mit Leidenschaft und Überzeugung verteidigte. Die deutsche Mannschaft hingegen wirkte verunsichert und fand selten die richtige Antwort auf die dänische Spielweise.

Am Sonntag folgt die Revanche in Köln (15.30 Uhr). Ob die DHB-Auswahl aus dieser deutlichen Niederlage die Lehren ziehen und eine bessere Leistung zeigen kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Gegen dieses Dänemark muss alles stimmen, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Die Partie verspricht ein weiteres Handball-Spektakel zu werden – mit oder ohne Gidsel im Hexenkessel.