Dhb-schock: dänemark demoliert deutsche handballer!
Kopenhagen – Der Traum von der Heim-WM 2027 liegt in Trümmern. Die deutsche Nationalmannschaft hat im ersten Testspiel gegen den amtierenden Weltmeister Dänemark eine herbe 28:36-Pleite kassiert. Alfred Gislasons Team wirkte von Beginn an überfordert und deutete kaum eine Chance gegen die überragenden Skandinavier an.

Nielsen und gidsel im hexenkessel
Besonders schmerzhaft war die Vorstellung von Keeper Emil Nielsen, der mit einer sagenhaften Quote von 40 Prozent hielt und die deutsche Angriffsmaschinerie immer wieder zunichte machte. Und dann war da noch Mathias Gidsel, der mit zehn Treffern das dänische Spiel diktierte und die deutsche Abwehr zur Weißglut trieb. Der Auftritt der Dänen war schlichtweg von einer anderen Welt.
Die erste Halbzeit verlief für die DHB-Auswahl katastrophal. Nach lediglich 20 Minuten lagen die Deutschen bereits mit 13:8 im Rückstand. Ein fatales Zusammenspiel aus zahlreichen technischen Fehlern, schwachen Würfen und einer zu passiven Abwehr ermöglichte es Dänemark, sich einen immer größeren Vorsprung zu erarbeiten. Auch die Auszeiten von Bundestrainer Gislason konnten die Wende nicht herbeiführen.
Die zweite Hälfte brachte keine Besserung. Zwar gelang es der DHB-Mannschaft, durch eine verbesserte Abwehrleistung und einige sehenswerte Treffer von Renars Uscins und Juri Knorr, den Rückstand kurzzeitig auf fünf Tore zu verkürzen, doch die Dänen ließen sich nicht mehr unterkriegen. Mit präzisen Angriffen und einer starken individuellen Leistung zogen sie erneut davon.
Ein besonderer Lichtblick war David Späth im Tor der deutschen Mannschaft. Mit einigen Glanzparaden hielt er sein Team zusammen, doch auch er konnte das drohende Debakel nicht verhindern. Die Skandinavier nutzten jede Schwäche der deutschen Defensive und trafen mit hoher Präzision.
Die Niederlage gegen Dänemark ist ein deutliches Signal an die deutsche Handball-Gemeinschaft: Vor der WM 2027 muss noch enorm viel Arbeit geleistet werden, wenn man den Ansprüchen eines Gastgebers gerecht werden will. Die Überlegenheit der Dänen war schlichtweg erdrückend.
„Wir haben zu viele dumme Fehler gemacht, aber worauf ich stolz bin, ist, dass sich die Mannschaft zwischenzeitlich rangekämpft hat und die Dänen unter Druck gesetzt hat. Die Abwehr war wirklich gut“, fasste Alfred Gislason nach dem Spiel zusammen. Doch Worte reichen gegen eine so starke Mannschaft wie Dänemark nicht aus. Es gilt, aus dieser bitteren Erfahrung zu lernen und sich bis zum nächsten Testspiel am Sonntag in Köln zu verbessern – denn dort steht das deutsche Team erneut vor der Mammutaufgabe, sich gegen die dänische Übermacht zu behaupten.
