Sevilla vor madrid: plaza warnt vor real-maschine
Luis García Plaza, der neue Hoffnungsträger auf der Trainerbank des Sevilla FC, hat vor dem morgigen Duell mit Real Madrid gewarnt. Seine Worte sind ein deutliches Signal: Die Andalusier stehen vor einer Mammutaufgabe, doch der Coach will seine Mannschaft mental bestmöglich vorbereiten.
Die real-mentalität: ein unberechenbarer gegner
„Madrid ist immer Madrid“, betonte Plaza in der gestrigen Pressekonferenz. Und damit traf er den Nagel auf den Kopf. Selbst wenn der Gegner angeschlagen ist, wie im kürzlichen Spiel gegen Espanyol, bei dem Real Madrid mit 0:2 gewann, ist die Qualität der Einzelspieler schlichtweg herausragend. Plaza, der selbst bereits gegen die Crème de la Crème des Fußballs angetreten ist – er besiegte einst Mourinhos „100-Punkte-Real“ und Guardiolas Barça – weiß, dass man sich gegen Madrid keine Sekunde erlauben darf.
„Wenn man sich auch nur einen Moment entspannt, schaltet Madrid zwei Gänge hoch und das Spiel ist entschieden“, so Plaza. Diese Einschätzung ist angesichts der beeindruckenden Erfolgsbilanz der Königlichen in den letzten Jahren mehr als nachvollziehbar. Sevilla kämpft zwar um den Klassenerhalt und kann den Verbleib in der Primera División bereits rechnerisch sichern, doch gegen Madrid gilt es, eine außergewöhnliche Leistung abzurufen.

Plazas erfolgsbilanz zu hause: ein lichtblick
Ein kleiner Lichtblick für die Anhänger des Sevilla FC ist die bisherige Bilanz von García Plaza zu Hause. In seinen drei Heimspielen als Trainer konnte er bisher alle Partien für sich entscheiden: gegen Atlético Madrid, Real Sociedad und Espanyol. Allerdings waren seine Auswärtsauftritte bisher weniger erfolgreich, mit drei Niederlagen in den ersten drei Auswärtsspielen. Dennoch gelang es seiner Mannschaft am vergangenen Mittwoch, einen wichtigen Sieg beim Villarreal (2:3) zu erringen, der die Moral zusätzlich stärkte.
Die Historie: Ein Blick zurück Die Bilanz von García Plaza gegen Real Madrid liest sich bisher nicht nach dem Geschmack der Sevilla-Fans. In 16 offiziellen Begegnungen konnte er lediglich zwei Siege erringen. Einmal, in der Saison 2012/2013, als er Getafe trainierte (2:1), und einmal im Copa del Rey (2:0 im Rückspiel gegen Levante, Saison 2010/2011). Damals saß José Mourinho auf der Real-Bank und Arbeloa stand auf dem Platz. Ein ironisches Detail, das die wechselvolle Geschichte des Fußballs widerspiegelt.
Die Saison 2011/2012, in der Real Madrid unter Mourinho unglaubliche 100 Punkte erreichte, bleibt unvergessen. Ein 2:0-Sieg des Levante von García Plaza im Copa del Rey-Achtelfinale, in dem Mourinho bereits viele Stammspieler schonen ließ, war ein kleiner Moment der Freude für die Anhänger des granota-Clubs. Xisco und Sergio waren damals die Torschützen für Levante, während Adán im Tor von Real Madrid stand.
Auch das Liga-Duell im August 2012, das Getafe unter García Plaza mit 2:1 gegen Real Madrid gewann, ist ein Kapitel für die Geschichtsbücher. Valera und Barrada waren die Schützen der Treffer für Getafe, nachdem Higuaín für Real Madrid in Führung gegangen war. Die Erinnerungen an diese Siege mögen García Plaza zusätzlich motivieren, nun auch mit Sevilla einen Erfolg gegen die Königlichen zu feiern.
Die kommenden 90 Minuten werden zeigen, ob die taktische Brillanz von Luis García Plaza und die kämpferische Leidenschaft seiner Mannschaft ausreichen, um die Übermacht von Real Madrid zu brechen. Ein Sieg wäre nicht nur ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Klassenerhalts, sondern auch ein Statement für den Sevilla FC und seine Fans.
