Perrone schnappt sich die pole in barcelona – dramatik bis zur schlussminute!

Barcelona brodelt! Valentín Perrone hat sich in einem packenden Qualifying zum Catalunya-Grand-Prix der Moto3 die Pole-Position vor David Muñoz gesichert. Ein Sieg, der nicht nur seine Ambitionen unterstreicht, sondern auch die heimische Rennstrecke zum Beben bringt – schließlich ist der argentinische Pilot in Katalonien aufgewachsen und fühlt sich hier wie zu Hause.

Die hitze steigt, die spannung kocht

Die Temperaturen stiegen im Laufe des Vormittags dank der Sonne, blieben aber mit 17 Grad in der Luft und 20 Grad auf der Strecke frisch. Das Qualifying der Moto3 war ein nervenaufreibendes Spektakel, in dem sich die Fahrer bis zur letzten Sekunde an die Spitze kämpfen mussten. Bereits in der Q1 zeigten Álvaro Carpe und David Muñoz ihre Ambitionen und dominierten das Geschehen. Sie waren stets die Schnellsten, wenn es darum ging, die Reifen zu wechseln, doch sie ließen sich nicht lumpen und warteten bis zum Schluss mit ihren besten Runden.

Ein interessantes Detail: Während einige Piloten wie O’Gorman und Pini auf den Sog anderer Fahrer setzten, um sich zu verbessern, zeigten Carpe und Muñoz eine beeindruckende Konstanz. Pini profitierte dabei vom Rebufe von Carraro auf der Zielgeraden, was ihm den Sprung ins Q2 ermöglichte. Auch O’Gorman schaffte es knapp, auf Kosten von Cruces und Ogden.

Die zweite Reihe sah mit Ogden, Cruces, Pratama, Moodley, Carraro, Mitani, Rammerstorfer und Buchanan eine bunte Mischung aus erfahrenen und aufstrebenden Talenten.

Quiles unter druck, uriarte setzt den turbo

Quiles unter druck, uriarte setzt den turbo

Im Q2 suchten Joel Esteban und Perrone zunächst nach Quiles, während Adrián Fernández hinter Danish herfuhr. Der Malaysier blockierte kurz, doch Fernández ließ sich nicht aufhalten und übernahm die Führung. Ríos zeigte ebenfalls eine starke Leistung und hielt sich dicht hinter Kelso, der wiederum in der Schar von Morelli unterwegs war. Die Rundenzeiten fielen jedoch immer schneller, und die Spannung stieg ins Unermessliche.

Brian Uriarte zog das Tempo an und zog Muñoz und Almansa mit sich. Der Mann aus La Mancha übernahm kurzzeitig die Führung, als sich alle Piloten in die Boxen verirrten, um ihre Reifen zu wechseln. Quiles hatte noch keinen festen Wert vorzuweisen und wartete geduldig in seiner Garage, während Ajo Motorsport Teamarbeit leistete und Uriarte Carpe unter Druck setzte. Doch die Schützlinge des finnischen Teamchefs gerieten in ihrem entscheidenden Umlauf in einen dichten Verkehr, angeführt von Máximo.

Pese a todo, Brian ließ nicht locker und stürmte an die Spitze. Carpe hingegen verfehlte seine Ideallinie und seine Runde war somit ungültig. Fernández steigerte sich kontinuierlich, während Morelli den Sog seines Teamkollegen Quiles nutzte, um sich zu positionieren. Ríos blieb nur 21 Tausendstelsekunden hinter Pini zurück. Alle Piloten gaben noch einmal alles: Quiles rettete, was zu retten war, Uriarte übernahm die Führung – nur für wenige Sekunden, denn Perrone nutzte den Schwung seines Teamkollegen Salmela, um den Kantabrer zu übertrumpfen. Muñoz fehlten nur noch fünf Tausendstelsekunden.

Die Pole-Position ging somit an Valentín Perrone, der seit Misano 2025 nicht mehr ganz oben auf dem Podium gestanden hatte. Ein verdienter Sieg, der ihm die Nerven geraubt haben muss, aber letztendlich die Früchte seiner harten Arbeit belohnt.