Handball-schock: dänemark demütigt dhb trotz star-abwesenheit!

Köln – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat im Test vor heimischer WM-Kulisse einen herben Dämpfer kassiert. Gegen den amtierenden Welt- und Europameister Dänemark, der auf einige Topstars verzichtete, gab es eine 29:31 (16:17) Niederlage. Der Dänemark-Fluch hält an, und die Vorfreude auf die Heim-WM im Januar wird dadurch getrübt.

Ein jahrzehnte alter gegner, eine unlösbare aufgabe?

Seit zehn Jahren und elf Spielen konnten die deutschen Handballer die skandinavische Auswahl nicht mehr bezwingen – eine bittere Serie, die sich am vergangenen Wochenende in der Lanxess Arena fortsetzte. Obwohl die Dänen ohne Mathias Gidsel und Magnus Saugstrup antraten, bewiesen sie, dass sie auch in Bestbesetzung schwer zu schlagen sind.

Die Anfangsphase ließ Hoffnung aufkeimen. Vor 19.750 Zuschauern präsentierte sich die DHB-Auswahl zunächst beeindruckend. Torhüter Andreas Wolff hielt in der ersten Halbzeit mit neun Paraden und sorgte für Stabilität im deutschen Tor. Juri Knorr brillierte im Angriff mit acht Treffern und führte die deutsche Mannschaft voran. Doch zwei vermeidbare Ballverluste kurz vor der Pause sorgten für eine Wende im Spiel. Dänemark nutzte die Chance und ging mit einem knappen Vorsprung in die Halbzeitpause.

Teammanager Benjamin Chatton analysierte nach dem ersten Durchgang: „Grundsätzlich haben wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, berauben uns dann innerhalb von wenigen Minuten mit technischen Fehlern in einer besseren Halbzeit-Situation.“

Die nerven liegen blank: dänemark zieht satz für satz

Die nerven liegen blank: dänemark zieht satz für satz

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dänemark den Druck und zog auf vier Tore davon. Ein Ausgleich durch Justus Fischer sorgte zwar kurzzeitig für Hoffnung, doch die deutsche Mannschaft fand in den entscheidenden Minuten nicht mehr zur alten Form. David Späth übernahm im Tor die Aufgabe, konnte aber die Niederlage nicht mehr abwenden. Ein Siebenmeter gegen Emil Jakobsen und ein Ball an die Latte zeigten, wie knapp die Verhältnisse waren.

Die deutsche Mannschaft muss nun schleunigst an ihren Fehlern arbeiten. Acht Monate vor dem Start der Heim-WM in München stehen die nächsten Länderspiele an. Am 5. November trifft Deutschland im Rahmen der EM-Qualifikation auf Belgien, gefolgt von einem Auswärtsspiel in der Slowakei. Die Auslosung der WM-Gruppen in München am 10. Juni wird zeigen, welche Gegner auf die deutsche Mannschaft zukommen. Doch eines ist klar: Die Dänen sind weiterhin eine Klasse für sich, und der Traum von einem Titel vor heimischem Publikum scheint in weiter Ferne. Die deutsche Mannschaft muss sich fragen, wie sie diesen unüberwindbaren Gegner endlich bezwingen kann. Die Zeit drängt.