Handball-schock: dänemark erneut zu stark für die dhb-auswahl!
Köln – Die Ernüchterung ist perfekt: Auch im zweiten Testspiel gegen Dänemark mussten sich die deutschen Handballer geschlagen geben. Mit 29:31 verlor das Team von Bundestrainer Alfred Gislason vor heimischem Publikum und reiht damit eine bemerkenswerte Niederlagenserie gegen den Weltmeister ein.

Die lange durststrecke gegen die skandinavier
Seit unglaublichen zehn Jahren wartet Deutschland auf einen Erfolg gegen Dänemark – eine Statistik, die vor dem Hintergrund der anstehenden Heim-WM im Januar 2027 eine bittere Pille ist. Obwohl die Leistung im Vergleich zum Debakel in Kopenhagen deutlich besser war, fehlte am Ende die nötige Durchschlagskraft.
Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, mit vereinzelten Führungswechseln und einem starken Auftritt von Torwart Andreas Wolff, der elf Paraden in den ersten 45 Minuten verbuchte. Besonders der Berliner Nils Lichtlein zeigte mit seiner Übersicht im Spielaufbau eine starke Leistung, gefolgt von Miro Schluroff. Die kurze Führung zum 10:9 durch Renars Uscins war ein Hoffnungsfunke, der jedoch schnell wieder erlosch. Ein Nachlassen der Konzentration und einige individuelle Fehler ermöglichten es den Dänen, bis zur Pause eine knappe Führung (17:16) zu erzielen.
Justus Fischer glänzt, Nielsen entscheidet
Nach der Pause erhöhte Simon Pytlik den Druck der dänischen Mannschaft und brachte sein Team in Führung. Doch dann präsentierte sich Justus Fischer in bestechender Form und erzielte vier Treffer in Serie, wodurch Deutschland wiederherstellte. Juri Knorr sorgte mit seinem Tor für eine erneute Führung, bevor erneut der dänische Torwart Emil Nielsen seine Klasse bewies und mit zahlreichen Paraden den Sieg für sein Team sicherte. Die deutsche Abwehr fand in der Crunchtime kaum noch Lösungen gegen die entschlossenen Dänen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Juri Knorr war mit acht Toren bester Werfer der deutschen Mannschaft, während auf dänischer Seite kein einzelner Spieler herausragte – ein Zeichen für die ausgeglichenen Leistungen im gesamten Team. Die Niederlage wirft Fragen auf vor dem Hintergrund der anstehenden WM. Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft aus ihren Fehlern lernt und sich bis Januar deutlich steigern kann.
Die lange Durststrecke gegen Dänemark geht weiter – und die Suche nach einer Lösung muss dringend intensiviert werden. Die Uhr tickt, und die Erwartungen an die Heim-WM sind hoch.
