Handball-damen: reichert-ausfall – tijsterman fordert sieg gegen israel und griechenland!
Ein Schock für den österreichischenHandball-Bund: Johanna Reichert, Leistungsträgerin der Damen-Nationalmannschaft, fällt verletzungsbedingt für die entscheidenden EM-Qualifikationsspiele gegen Israel und Griechenland aus. Doch Teamchefin Monique Tijsterman lässt sich nicht entmutigen – der Blick ist fest auf das Ticket für die Endrunde gerichtet.

Wichtiger nachrücker: kristina dramac im kader
Die Situation ist ernst: Reicherts Ausfall, bedingt durch Rückenprobleme, hinterlässt eine deutliche Lücke im Team. „Johanna Reichert ist eine Spielerin, die aus neun, zehn Metern werfen kann. Das wird uns gegen Israel und Griechenland fehlen“, räumt Tijsterman ein. Zum Glück konnte Kristina Dramac als Linkshänderin kurzfristig nachnominiert werden, was neue Optionen im rechten Rückraum eröffnet.
Das Hinspiel gegen Israel, ursprünglich in Tel Aviv geplant, findet aufgrund des andauernden Nahost-Konflikts nun in Kozani, Griechenland, statt. Ein ungewöhnlicher Umstand, der die Vorbereitung erschwert, doch das Team konzentriert sich darauf, sich anzupassen. Am Sonntag folgt das finale Duell mit Griechenland in Linz, live auf ORF Sport + zu sehen.
Die Stimmung im Team ist trotz der Umstände und des Ausfalls von Reichert fokussiert. Führungsspielerin Katarina Pandza betont: „Wir haben aufgrund der beiden Niederlagen ein bisschen mehr Druck. Wir wissen, wir müssen beide Spiele gewinnen und wollen das auch.“ Die Erinnerung an die deutlichen Siege im Herbst – 39:30 gegen Israel und 29:22 gegen Griechenland – soll zusätzlich Auftrieb geben.
Die Qualifikation ist knifflig: Neben den Top-Zwei jeder Gruppe qualifizieren sich auch die vier besten Gruppendritten für die EM. Tijsterman lässt sich von Rechenspielen jedoch nicht ablenken. „Die Vorgabe für beide Spiele ist klar: Wir müssen gewinnen. Die Spielerinnen wissen, was sie erwartet. Wir müssen das schaffen und sind zuversichtlich.“
Die EM im Dezember wird in fünf Ländern ausgetragen: Polen, Rumänien, Tschechien, Slowakei und Türkei. Neben den Gastgebern sind bereits Frankreich, Niederlande, Deutschland, Schweden und Spanien sicher qualifiziert. Nun soll auch Österreich zu den EM-Teilnehmern gehören. Die Fans dürfen gespannt sein, ob Tijstermans Team den Druck standhält und das Ziel erreicht.
Die vorzeitige Absage von Reichert wirft einen Schatten auf die Vorbereitung, doch die Entschlossenheit im Team ist spürbar. Mit Dramac als zusätzlicher Waffe und der klaren Zielvorgabe, beide Spiele zu gewinnen, scheint der Weg zur EM-Endrunde durchaus realistisch. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die österreichischen Handballerinnen ihre Chance nutzen können.
