Handball: gislason-zukunft bald klar – schwenker gibt ausblick

Die Wartezeit für deutsche Handballfans könnte bald ein Ende haben: HBL-Präsident Uwe Schwenker deutet eine schnelle Entscheidung bezüglich der Trainerfrage an, insbesondere im Hinblick auf die anstehende Weltmeisterschaft. Die Spannung steigt, denn die Zukunft des erfolgreichen Isländers Alfred Gislason und damit auch die Ausrichtung der Nationalmannschaft stehen auf dem Prüfstand.

Druck durch die wm-vorbereitung

Schwenker äußerte sich am Rande der SID Mixedzone zuversichtlich, dass die Entscheidung innerhalb der laufenden Saison fallen wird. „Im Hinblick auf die WM muss Klarheit herrschen, was Sache ist“, betonte er. Die Weltmeisterschaft 2027 im eigenen Land ist ein wichtiges Ziel, und eine zögerliche Entscheidung könnte die Vorbereitung unnötig erschweren. Der Sportvorstand des DHB hatte bereits angedeutet, dass man sich nicht unter Druck setzen lassen wolle, verwies aber darauf, dass spätestens vor dem Turnierbeginn eine Entscheidung getroffen sein muss.

Aktuell laufen demnach „intensive Gespräche“ unter der Leitung von DHB-Sportvorstand Michael Meckes. Es bleibt abzuwarten, welche Optionen in Betracht gezogen werden, denn die Mannschaft benötigt Planungssicherheit, um sich optimal auf die WM-Herausforderung vorzubereiten. Schwenker, der selbst eine lange und erfolgreiche Karriere im Handball hinter sich hat, unterstreicht die Bedeutung der Mannschaft: „Wir wägen alle Möglichkeiten ab. Auch die Mannschaft soll und muss wissen, mit wem sie in die Vorbereitung auf die WM geht und wie es möglicherweise danach weitergeht.“

Gislasons vermächtnis und die verbundenheit

Gislasons vermächtnis und die verbundenheit

Die Beziehung zwischen Schwenker und Gislason ist dabei besonders eng. Schwenker, der einst als Manager beim THW Kiel mit Gislason zusammenarbeitete und dessen Trauzeuge war, würdigte dessen Leistungen für die Nationalmannschaft: „Er ist sicherlich derjenige, der als Architekt hinter dieser Mannschaft steht, der den Umbruch eingeleitet hat und es geschafft, bei den großen Events die Ruhe zu behalten und positiv auf die Mannschaft einzuwirken.“ Gislasons Amtszeit seit 2020 war von beachtlichen Erfolgen geprägt, darunter das Olympia-Silber 2024 in Paris und das EM-Silber im Januar 2025. Diese Erfolge haben die Marke des deutschen Handballs nachhaltig gestärkt.

Die Bundesliga-Saison endet am 7. Juni, sodass die Entscheidung zeitnah erwartet wird. Die Fans bangen, denn die kommende WM könnte eine letzte Chance für Gislason sein, sein Vermächtnis zu festigen und die deutsche Handballnationalmannschaft zu neuer Größe zu führen. Bleibt abzuwarten, ob er diese Chance nutzt und ob der DHB ihm dabei die Möglichkeit gibt.