Hamilton knallt sich in shanghai aufs podest – und leclerc lacht trotz blechbeule

Lewis Hamilton hat in China endlich wieder gegriffen: Der Brite schaltet beim Saisonauftakt in Shanghai nach 24 Runden den Modus „Old-School“ und drischt sich mit blitzenden Klingen zwischen die Silberpfeile – Platz drei, erster Podestplatz im roten Dress, erster Faustschlag Richtung Titel. Und er liefert sich dabei ein Duell, das die Boxengasse zum Glühen bringt: Teamkollege Charles Leclerc, Reifen halb platt, Akku halb leer, bleibt dicht auf der Sturzbremse. „Wir haben uns fast berührt – aber genau das liebe ich“, sagt Hamilton noch im Auto, während seine Stimme über Funk bricht.

Die positionsanweisung bleibt im kühler

Die positionsanweisung bleibt im kühler

Teamchef Frédéric Vasseur lächelt nur müde, als er nach dem Rennen gefragt wird, warum er nicht per Knopfdruck den Frieden befahl. „Freeze the order? Niemals. Ich will zwei hungrige Löwen, keinen Zoo mit angeleinten Katzen.“ Die Interna bestätigen: Erst in der letzten Runde rollt die Nachricht „Strategie A beenden“ durch die Leitung – ein lapidarer Hinweis, kein Befehl. Leclerc kontert trocken: „Manche Überholmanöver sahen aus wie Playstation, aber er bleibt fair. Respekt.“ Respekt hin, Blechbeule her – beide SF-26 tragen Kratzer wie Abzeichen.

Die Zahlen dahinter: Hamilton startet von Position sieben, holt zwöhl Sekunden auf die Spitzengruppe heran und fährt die schnellste Rennrunde am 19. Umlauf. Die Power-Unit? Noch nicht Weltmeister-Niveau. „Auf der Geraden fliegen die Silberpfeile davon, in den Kurven haften wir wie Kaugummi“, beschreibt der 41-Jährige. Mercedes-Junior Kimi Antonelli nutzt den Boost und segelt zum ersten Sieg – Hamilton klopft ihm ab, flüstert: „Du sitzt auf meinem alten Stuhl, Junge – pflege ihn.“

Doch die Zeichen stehen auf Sturm. In zwei Wochen rollt die Karawane nach Miami – und mit ihr ein Aero-Update, das laut Motoren-Chef Enrico Gualtieri „mindestens 18 PS und einen Abtanz-Trick für die Geraden“ verspricht. Hamiltons Kommentar: „Dann schalten wir von Verteidigung auf Jagd.“

Die Message ist klar: Ferrari besitzt wieder zwei Spitzen, keine Stabsstelle. Und Hamilton besitzt endlich ein Auto, das seine Handschrift trägt – mit oder ohne Lack an der Seitenwand.