Sc verl demoliert schweinfurt: 4:0 und die liga ist gelaufen

15. März 2026, 18:25 Uhr – die Uhr tickt für den 1. FC Schweinfurt 05. Vier Minuten war die Partie alt, da stand es bereits 1:0 für SC Verl. Nach 52 Minuten war die Demütigung komplett: 4:0. Die Schnüdel verlassen als letzter der Tabelle die Ostwestfalen – und müssen jetzt buchstäblich Wunder glauben, um nicht als Drittliga-Absteiger in die Geschichtsbücher zu rutschen.

Berkan taz trifft doppelt – schweinfurts abwehr schläft zweimal

Die Statistik lügt nicht: 69 Prozent Ballbesitz für Verl, 31 für Schweinfurt. Doch die Nackenmassage der Zahlen versteckt das Entscheidende: Ekin Celebi spielte seinen eigenen Torhüter mit einem Rückpass an. Marco Wörner sagte danke, legte quer, Berkan Taz versenkte zum 2:0 (33.). Sechs Minuten später ein Déjà-vu: erneut ein verunglückter Pass in der Schnüdel-Defensive, erneut Taz, erneut Netzerzittern – 3:0 (39.).

Trainer Jermaine Jones stemmte die Hände in die Hüften. Sein Blick schoss zwischen Bank und Rasen hin und her. Seit seinem Amtsantritt vor vier Spieltagen hatte er den ersten Sieg gegen Ulm gefeiert – aber das war Geschichte. Gegen Verl war nichts zu holen, außer Demut.

Joshua eze staubt ab – schweinfurt wird mutig, wenn es zu spät ist

Joshua eze staubt ab – schweinfurt wird mutig, wenn es zu spät ist

Nach dem Seitenwechsel versuchte Schweinfurt, die eigene Hälfte zu verlassen. Doch Joshua Eze stoppte jede Aufbäumer-Hoffnung. Nach einem Wörner-Schuss parierte Toni Stahl, doch Eze stand goldrichtig und nagelte das 4:0 (52.).

Danach kam ein Scheinaufwind: Die Gäste spielten mutiger, stürmten, verpassten durch Maurice Deville die beste Chance. Doch Verl ließ nichts mehr anbrennen. Die Laufleistung der Gastgeber: 113,4 Kilometer – eine Hausnummer, die Schweinfurt mit 105,2 kaum beantworten konnte.

Die Tabelle lügt nie: 14 Punkte, Tabellenplatz 20, 19 Zähler Rückstand auf den Relegationsrang. Die Luft ist dünn, die Saison so gut wie gelaufen. Für die Fans der Schnüdel bleibt nur ein trostlos-heißer Glühwein auf dem Rückweg nach Unterfranken.