Hächler triumphiert: schweizer dominanz bei belgischen meisterschaften!

Ein ungewöhnlicher Austragungsort und ein überraschend deutliches Ergebnis: Die belgischen Meisterschaften im Riesenslalom boten gestern eine Schweizer Premiere. Während die Rennen eigentlich auf belgischem Boden hätten stattfinden sollen, entschied man sich aufgrund fehlender Schneeverhältnisse im April für Val d'Isère – und die Schweizer Mannschaft nutzte die Chance reiflich.

Hächler setzt sich durch: ein sieg nach kampf

Lenz Hächler, der im Weltcup bislang noch nicht in dieser Disziplin brilliert hatte, zeigte den Konkurrenten, was er kann. Nach einem ausgeglichenen ersten Lauf, in dem er zeitgleich mit seinem Landsmann Semyel Bissig führte, entschied er das Rennen im zweiten Durchgang klar für sich. 21 Hundertstel Vorsprung trennten ihn am Ende von Bissig, der sich den zweiten Platz sicherte. Die Zeit von 2:05 Minuten im Ziel markiert einen bemerkenswerten Erfolg für den Schweizer.

Oliver Florin landete auf einem hervorragenden fünften Platz, Giuliano Fux auf dem neunten und Reto Mächler auf dem zwölften Rang. Die Schweizer Mannschaft präsentierte sich insgesamt in Topform, was die Leistungsstärke des Landes im alpinen Skisport eindrucksvoll unterstreicht. Die Abwesenheit des besten belgischen Riesenslalomfahrers, Sam Maes, trug natürlich ebenfalls zur Dominanz der Schweizer bei.

Janine mächler knapp am podium vorbeischrammt

Janine mächler knapp am podium vorbeischrammt

Auch bei den Damen gab es Schweizer Erfolge zu vermelden. Janine Mächler musste sich der Französin Camille Cerutti, die primär in den Speed-Disziplinen aktiv ist, nur um zwei Hundertstel geschlagen geben und verpasste damit das Podest denkbar knapp. Faye Buff belegte als Sechste ebenfalls einen respektablen Platz. Es zeigt, dass die Schweizer Frauen im Riesenslalom ebenfalls zu den Top-Teams gehören.

Die ungewöhnliche Kulisse in Val d'Isère und die Schweizer Erfolge machen diesen Wettkampf zu einem unvergesslichen Ereignis. Es bleibt abzuwarten, ob diese Strategie, Rennen in anderen Ländern auszutragen, auch in Zukunft angewendet wird, wenn die Bedingungen in Belgien nicht stimmen. Die Leistung der Schweizer Mannschaft, insbesondere der Triumph von Lenz Hächler, ist aber zweifellos ein Grund zum Feiern.