Gyökeres kehrt zurück: ein bitterböses duell in lissabon?
Die Champions League steht vor einem brisanten Wiedersehen: Viktor Gyökeres, der im Sommer für eine stolze Summe zum FC Arsenal wechselte, kehrt nun mit den Londonern als Gegner zu seinem ehemaligen Arbeitgeber Sporting Lissabon zurück. Ein unschöner Abgang und ein hochkarätiges Duell mit seinem Nachfolger Luis Suarez stehen auf dem Programm.
Der maskenjubel und der streik: gyökeres' turbulente zeit in lissabon
Zwei Jahre lang war Viktor Gyökeres der Schrecken der portugiesischen Liga. Mit 29 Treffern in 33 Ligaspielen in der Saison 2023/24 und anschließend 39 Toren in 33 Partien in der folgenden Saison katapultierte er Sporting zum Meistertitel. Sein markanter Torjubel – die Finger zu einer Maske über dem Mund gepresst – wurde von den Fans im Estadio José Alvalade begeistert nachgeahmt. Doch der Traum endete abrupt. Der Wechsel zu Arsenal im vergangenen Sommer gestaltete sich zu einem Fiasko, begleitet von einem Streik des Schweden, der die Verhandlungen zwischen den Vereinen erheblich erschwerte.
Ein ungewöhnlicher Business-Gedanke: Gyökeres' Torjubel ist markenrechtlich geschützt. Der 27-Jährige orientiert sich offenbar an Vorbildern wie Kylian Mbappé und Usain Bolt, indem er seinen Jubel markenrechtlich schützen ließ. Ein Schachzug, der die Aufmerksamkeit auf seine Person lenkt, aber auch die Diskussion über sein Verhalten im Sommer befeuerte. Die Fans von Sporting reagierten verhalten, mit Bannern, die die Überlegenheit des Vereins über jeden einzelnen Spieler betonten.

Luis suarez: der nachfolger, der gyökeres in den schatten stellte
Während Gyökeres in London zu kämpfen hat, scheint sein Nachfolger Luis Suarez in Lissabon eine neue Heimat gefunden zu haben. Der Kolumbianer, der nur wenige Tage nach Gyökeres' Abgang verpflichtet wurde, hat die Erwartungen übertroffen und die Fans mit 24 Toren in 25 Ligaspielen und fünf Treffern in der Champions League begeistert. Die portugiesische Presse feiert ihn bereits als den Mann, der Gyökeres' Abgang vergessen lässt.
„In Viktors Fußstapfen zu treten, ist eine große Herausforderung“, so Suarez vor dem Viertelfinal-Hinspiel. „Und ich habe das Gefühl, ich komme gut damit zurecht.“ Eine fast schon untertriebene Aussage, wenn man seine beeindruckende Bilanz betrachtet. Sporting hat die Offensive unter Suarez deutlich verstärkt, und die Mannschaft präsentiert sich als eine schlagkräftige Einheit, die auch Arsenal vor eine schwere Aufgabe stellen wird.

Ein duell der kulturen: arsenal gegen sporting
Die bisherige Bilanz spricht klar für Arsenal: In sieben Pflichtspielen gegen Sporting konnten die Londoner alle drei Duelle für sich entscheiden, während vier Spiele unentschieden endeten. Doch die Stimmung im Estadio José Alvalade wird brisant sein. Gyökeres wird mit Sicherheit eine feindselige Atmosphäre erleben, aber auch die Chance haben, zu zeigen, dass er seine Entscheidung für Arsenal nicht bereut. Er hat in London elf Premier-League-Tore erzielt und auch in der Champions League seine Treffsicherheit bewiesen.
Die Generalprobe für Arsenal verlief am Wochenende alles andere als optimal: Die Gunners unterlagen im FA Cup Zweitligist Southampton mit 1:2. Ein Weckruf für die Londoner, die nun in Lissabon alles auf eine Karte setzen müssen, um das Rückspiel mit einem guten Ergebnis anzutreten. Sporting hingegen kann auf die Unterstützung seiner treuen Fans zählen, die ihrem Team den Rücken stärken werden. Das Viertelfinal-Hinspiel verspricht ein spannungsgeladenes Duell zu werden, in dem sich zwei Kulturen und zwei Spielstile begegnen.
Die Frage ist, ob Gyökeres trotz der feindseligen Atmosphäre in Lissabon seine bestechende Form abrufen kann. Oder wird er zum Gescheiterten, dessen unschöner Abgang von den Fans für immer in Erinnerung bleiben wird? Eine Antwort gibt es am Dienstagabend, wenn die Champions League ihre nächste dramatische Szene schreibt.
