Gürteltier poda verfehlt wm-vorhersage knapp – aber ist er wirklich ein orakel?
Aachen – Im Tierpark Aachen sorgte Gürteltier Poda für Aufsehen, als er seine erste Vorhersage für die Fußball-Weltmeisterschaft abgab. Die Erwartungen waren hoch, schließlich hatte sich der zweieinhalbjährige Kugelgürteltier bereits einen Ruf als Fußball-Fan erworben. Doch die Prognose für das Spiel Deutschland gegen Curacao war nur knapp richtig.

Ein tier mit talent für den ball
Janina Dötzer, die Direktorin des Aachener Tierparks, beschreibt Poda als „sehr zutrauliches“ Tier, das stets nach Beschäftigung sucht. „Als wir Poda erhalten haben, haben wir sehr schnell gemerkt, dass er sehr zutraulich ist, immer wieder beschäftigt werden will und nach Aktionen sucht. Und irgendwann kam dann der Fußball ins Spiel, den er sehr gerne durch die Gegend kickt“, so Dötzer. Sogar die Totenkopfaffen im Park scheinen bei Podas Ballkünsten unterlegen.
Die Methode ist ungewöhnlich: Tierpfleger befestigen kleine deutsche und curazaoische Flaggen an ihren Schienbeinen. Poda klettert dann auf die Beine und „springt“ auf das, welches er für das siegreiche Team hält. Für das Spiel am Sonntag sprang der Gürteltier acht Mal auf das deutsche Bein, einmal auf das curazaoische. Eine Vorhersage von 8:1 – knapp daneben, denn das tatsächliche Ergebnis war 7:1.
Die Tatsache, dass Poda dem Ergebnis so nahe kam, ist bemerkenswert, besonders im Vergleich zu anderen Tierorakeln in Nordrhein-Westfalen. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Hat Poda wirklich ein Tor zu viel vorhergesagt, oder hat die deutsche Nationalmannschaft ein Tor zu wenig erzielt?
Die Vorfreude auf die kommenden Vorhersagen ist groß. Kann Poda seine Form halten und wird er zum Maskottchen der WM? Die kommenden Tage werden es zeigen. Denn eines ist klar: Podas Fußballfieber ist ansteckend.
