Passbild-chaos in berlin: verband macht zugeständnisse!
Berlin bangt nicht länger
um das perfekte Passbild für den Amateurfußball. Nach wochenlanger Kritik hat der Berliner Fußball-Verband (BFV) seine umstrittene Regelung zur Aktualisierung der Spielerfotos doch noch geändert – ein klarer Sieg für die Vereine.Ergebnisverlust ade?
Die ursprüngliche Regel sah vor, dass veraltete Passbilder zum sofortigen Aufheben des sportlich errungenen Ergebnisses und einer automatischen Niederlage führen konnten. Eine Horrorvorstellung für viele Vereine, die nun umgangen wird. Stattdessen soll künftig lediglich eine Ordnungsstrafe von 75 Euro pro nicht aktualisiertem Foto fällig werden. Das Präsidium des BFV hat einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, der zur Beiratssitzung am 22. Juni vorgelegt wird.
Doch wie kam es zu dieser Kehrtwende? Die Vereine hatten massiv auf die neue Regel kritisiert. rbb|24 hatte ebenfalls über die Probleme berichtet, die durch die strengen Vorgaben entstanden waren. Der Druck war enorm, und der Verband hat nun reagiert.

Schlüsselfragen geklärt
Konkret gilt nun: Fotos, die vor dem Wechsel vom Kleinfeld auf das Großfeld (C-Jugend) oder vom Junioren- in den Erwachsenenbereich (Nach A-/B-Junioren) aufgenommen wurden, gelten weiterhin als gültig. Im Erwachsenenbereich müssen die im DFBnet hinterlegten Bilder maximal zehn Jahre alt sein. Das bedeutet, dass viele Vereine nun eine Atempause bekommen, um ihre Spielerfotos zu aktualisieren, ohne fürchten zu müssen, wertvolle Punkte zu verlieren.
Die Zahl spricht für sich: Der BFV reagiert somit auf den ausdrücklichen Wunsch der Vereinsbasis – ein Zeichen, dass die Stimmen der Akteure vor Ort gehört werden.
Es bleibt abzuwarten, wie die Vereine auf diese erleichterte Regelung reagieren werden. Eines ist jedoch klar: Das Passbild-Chaos in Berlin hat zumindest vorerst ein Ende gefunden. Und wer dennoch mal ein veraltetes Foto hat, muss sich ab sofort mit einer Geldbuße begnügen – ein deutlich geringeres Übel als die sportliche Demütigung.
