Gummersbach demoliert bergisch hc – köster glänzt!
Ein Handball-Fest in Gummersbach! Der VfL hat den Bergischen HC am Samstag mit 39:30 vorgeführt und baut damit eine beeindruckende Serie von neun Siegen in Folge aus. Für den Tabellenvierten ist es eine klare Ansage im Kampf um die Champions-League-Plätze, während der BHC sich nun Sorgen um den Klassenerhalt machen muss.
Dominanz von der ersten minute an
Schon früh machte es deutlich, wer am Platz die Kontrolle hatte. Nach nur vier Minuten zirkulierten bereits drei Strafwürfe für Gummersbach, die Milos Vujovic eiskalt verwandelte und dem BHC eine frühe Führung einräumte. Der Bergische HC hatte große Probleme, mit dem Tempo und der Intensität des Champions-League-Anwärters Schritt zu halten. Christopher Rudeck, der Keeper des VfL, hielt seine Mannschaft zunächst mit einigen Glanzparaden im Spiel.
Julian Köster, Nationalspieler und Leistungsträger des VfL, präsentierte sich in Topform. Er stürmte immer wieder durch die gegnerische Abwehr und traf bereits vor der Pause sechs Mal. Mit einer beeindruckenden Wurfquote von 82 Prozent ging Gummersbach in der Halbzeitpause mit 19:15 in Führung – ein deutlicher Ausdruck der Überlegenheit.
„Wir spielen okay, lassen aber ein bisschen zu viel liegen“, analysierte Ludvig Hallbäck im Dyn-Interview zur ersten Halbzeit. Doch nach der Pause legte Gummersbach noch einen drauf und baute die Führung auf acht Tore aus (25:17). Die Fehlwürfe und -pässe im Team des Bergischen HC häuften sich, und VfL-Torwart Dominik Kuzmanovic zeigte eine Paradeleistung mit elf gehaltenen Bällen.

Derby-schmerz für den bhc
Die 39 Tore sind die beste Offensivleistung der Saison für Gummersbach – eine Steigerung gegenüber der vorherigen Bestmarke von 37 Toren (gegen Flensburg). Julian Köster war mit acht Treffern der erfolgreichste Werfer des Spiels. Elias Scholtes vom BHC gab nach der Niederlage im Dyn-Interview zu: „Wir haben uns das Spiel anders vorgestellt. Gummersbach hat uns komplett dominiert, und wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen.“
Köster konterte mit einem Augenzwinkern: „So ein Derby ist einfach geil – besonders, wenn wir es gewinnen.“ Der Sieg festigt Gummersbachs Position auf dem vierten Platz und bringt sie näher an Flensburg und die Füchse heran. Doch am kommenden Wochenende müssen sie erneut beweisen, dass sie zu den Top-Teams der Liga gehören.
Parallel dazu verpasste Wetzlar gegen Stuttgart einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf und trennte sich mit 31:31. Die HSG verbleibt zwar nicht mehr auf dem letzten Rang, verpasst aber die Chance, Druck auf Minden und den Bergischen HC auszuüben. Die Tabelle ist eng, und jeder Punkt ist entscheidend im Kampf um den Klassenerhalt.
Die Zahlen lügen nicht: Gummersbach präsentierte sich als eine Maschine, während der Bergische HC kämpfte, aber letztlich an die Überlegenheit des VfL gebrochen wurde. Ein Sieg, der die Ambitionen des VfL Gummersbach im Kampf um die internationalen Plätze unterstreicht und dem Bergischen HC eine ernüchternde Lektion erteilte.
