Guardiola schwört auf revanche gegen real – trotz viermaliger k.o.-trauer

Pep Guardiola fuhr sich mit der flachen Hand über die Stoppelfläche, als wollte er die letzten 90 Minuten wegwischen. Real Madrid schickt ihn und Manchester City zum vierten Mal in fünf Jahren nach Hause. 1:2 im Rückspiel, 2:4 in der Gesamtbilanz – und trotzdem sagt der Katalane: „Nächstes Jahr treffen wir uns wieder.“

Vertrag bis 2027, aber der druck wächst

Sein Vertrag läuft noch zwei Jahre, doch die Titelliste bleibt in dieser Saison kurz. Neun Punkte Rückstand auf Arsenal in der Premier League, dazu das frühe Champions-League-Aus. Guardiola sitzt in der Movistar-Kamera und wirkt, als hätte er die Frage schon vorher gehört: Ob er die Kraft habe, noch einmal gegen Madrid anzutreten? „Das wird auf jeden Fall so kommen“, sagt er. Kurz. Knackig. Ohne Zögern.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Seit 2022 schlägt Real in jedem direkten Duell zu – Halbfinale, Viertelfinale, Play-offs, Achtelfinale. Nur 2023 entkam City, als Bernardo Silva und Erling Haaland im Etihad-Stadion ein 4:0 herausschossen. Ansonsten: Madrid, immer Madrid.

Kleine pokale als rettungsanker

Kleine pokale als rettungsanker

Die Königsklasse ist weg, doch im Klassiker-Wettbewerb winkt das FA-Cup-Viertelfinale gegen Liverpool. Im Ligapokal steht Arsenal im Endspiel bereit. Guardiola preist seine Mannschaft als „außergewöhnlich“, doch selbst das klingt nach Ablenkung. Die Fans feuern zwar, wissen aber: Ein erneuter League-Cup reicht nicht, um die Saison als Erfolg zu verkaufen.

Im Etihad sickert durch: Die sportliche Leitung plant den nächsten Umbruch. Kevin De Bruyne wird 35, Kyle Walker 34. Die Nachfolge steht an. Doch Guardiola blockt: „In einer Karriere gibt es gute und schlechte Ergebnisse. Dieses Mal hat Madrid gewonnen, nächstes Mal sind wir dran.“

Er spricht von rosiger Zukunft. Real Madrid lacht leise. Und die nächste Saison beginnt in fünf Monaten.