Gshc stellt playoff-kanone auf: fünf b-lizenz-asse warten auf einsatz
Genève-Servette zündet die nächste Stufe. Mit Antoine Guignard, Michael Loosli und drei weiteren B-Lizenzspielern hat Trainer Jan Cadieux einen Extra-Kader parat, der die Playoff-Gegner frieren lassen soll.
Die rückkehrer und die neuen
Guignard und Loosli kennen das HCB-System bereits. Der Verteidiger Guignard lief in dieser Saison in zwölf Partien auf, Loosli steuerte sieben Skorerpunkte in 15 Spielen bei – beide bewiesen, dass sie sofort Gas geben können. Dazu gesellen sich Brett Supinski, Sandis Smons und Lionel Marchand. Supinski schoss Basel in der Regular Season 18 Tore, Smons servierte in Chur 24 Assists, Marchand sammelte in Frauenfeld plus/minus +12. Zahlen, die die Scout-Abteilung des GSHC aufhorchen ließen.
Die B-Lizenz-Regel ist ein Schweizer Sonderweg: Klubs dürfen bis zu acht Spieler aus der zweithöchsten Liga für die Playoffs registrieren, sofern diese vor dem 15. Februar Verträge in der NL hatten. Genève-Servette nutzt die Lücke konsequent aus. Manager Mike Künzle spricht offen von „einer Versicherung für den Ernstfall“, doch intern ist man sich sicher: mindestens zwei der fünf Kandidaten werden in der ersten Runde gegen Lausanne Eiszeit bekommen.

Loosli wartet, supinski reist sofort an
Einziger Hacken: Loosli kämpft noch mit Chaux-de-Fonds um den Swiss-League-Titel. Erst wenn die Waadtländer ausscheiden, darf er ins Playoff-Quartier nach Genf ziehen. Supinski, Smons und Marchand sind dagegen ab sofort verfügbar – und haben bereits Einzelgespräche mit Cadieux geführt. Die Botschaft des Trainers war eindeutig: „Wir wollen Tempo in die dritten Reihe bringen, vor allem in Überzahl.“
Die Gegner reagieren mit Mischung aus Neid und Respekt. Bei ZSC Lions hieß es hinter vorgehaltener Hand: „Die Westschweizer kaufen sich ein zweites Team.“ Genf lacht darüber. Die Rechnung ist einfach: Ein Playoff-Spiel alle zwei Tage, dazu Reisen quer durch die Schweiz. Wer frische Beine hat, gewinnt die letzte Periode – und damit meistens die Serie.
Am Samstag um 19.45 Uhr geht’s los im Les Vernets. Die 7.000 Tickets sind restlos vergriffen, die Fan-Kurve probt schon jetzt das neue Lied: „B-Lizenz-Armee, marsch!“ Wenn Guignard oder Supinski in der Overtime den Puck versenken, dürfte der Jubel bis Montreux zu hören sein. Genf hat das Heimrecht, den besseren Torhüter – und jetzt auch noch einen Extra-Kader. Für Lausanne beginnt die Nacht bereits am Nachmittag.
