Greuther fürth schlägt elversberg: hrgota schockt den spitzenreiter
Klaus Schäfer, TSV Pelkum Sportwelt – Der Kleeblatt-Express rollt weiter. Nach dem Coup in Hannover hat Greuther Fürth am Freitagabend auch Spitzenreiter SV Elversberg mit 2:0 ausgebremst und damit den Abstiegskampf der 2. Bundesliga neu entfacht. Kapitän Branimir Hrgota eröffnete mit einem Solo aus dem Nichts den Torreigen, Julian Green legte in der sechsten Minute der Nachspielzeit nach.
Der moment, der alte rechnungen beglich
Es war die 42. Minute, als ein missglückter Klärungsversuch von Elversbergs Maurice Rohr direkt vor die Füße von Hrgota fiel. Der Schweizer nahm den Ball mit der linken Sohle mit, schob sich selbst ein paar Meter frei und netzte aus 20 Metern trocken ein – 0:1 und der Ronhof explodierte. Der Treffer hatte Geschmack: Hrgota war erst nach seiner Erkältung zurück in die Startelf gerückt und ersetzte den angeschlagenen Maximilian Klaus.
Elversberg wirkte geschockt, hatte aber vor der Pause noch zwei dicke Chancen. Petkov setzte einen Kopfball drüber (21.), Manuel Pherai

Prüfrock stoppt den sve-elfmeter – wieder
Nach dem Seitenwechsel schraubte Fürth die Räder noch enger. Elversberg drückte, aber Lukas Petkov vergab die Riesenchance zum Ausgleich, als er frei durch war und knapp das lange Eck verpasste (58.). Die Szene des Abends folgte in der 69. Minute: Maximilian Rohr wurde von Lukas Prüfrock im Strafraum zu Fall gebracht – Elfmeter. Petkov trat an, zögerte, schoss – und knallte die Kugel über den Querbalken. Für Prüfrock der zweite gehaltene Elfmeter in Folge, nachdem er in Hannover schon den entscheidenden Punkt rettete.
Die Saarländer schöpften danach neue Hoffnung, doch Fürths Defensive stand wie eine Mauer. Einzig Robin Schmahl kam noch zu einem abgefälschten Schuss, den Prüfrock an die Latte lenkte (86.). In der Nachspielzeit schlich sich Julian Green auf die letzte Lücke, tankte sich durch und schob zum 2:0 ein – Endstation Ronhof.

Zehn punkte aus vier spielen – fürth entkommt dem abstiegsstrudel
Mit dem zweiten Heimsieg in Serie hat das Kleeblatt nun zehn Zähler aus den letzten vier Partien geholt und den Relegationsplatz verlassen. Die SVE kassierte indes den ersten Auswärtsdämpfer seit Wochen und muss am Samstag gegen Arminia Bielefeld ran. Für Fürth geht es am Freitag nach Karlsruhe – mit dem Selbstvertrauen eines Teams, das gerade den Spitzenreiter vor heimischer Kulisse niederrang. Die Zweite Liga bleibt ein Theater, und der Vorhang ist erst halb offen.
