Greifswald schockt meuselwitz früh – atilgan-doppelschlag besiegelt neue pleite
Lukas Sedlak hatte den Ball noch nicht richtig berührt, da stand er schon wieder hinter seinem Gehäuse. Osman Atilgan köpfte die Ecke von Lukas Lämmel zum 1:0 für den Greifswalder FC – nach 120 Sekunden war die Partie entschieden, bevor sie richtig begonnen hatte.
ZFC-Trainer Georg-Martin Leopold stemmte die Hände in die Hüften, seine Mannschaft schien kurz vor dem Knock-out. Elf Minuten später das gleiche Bild: ein blitzsauberer Angriff der Hausherren, Atilgan läuft frei auf, zielt ins linke Eck – 2:0. Die Zipsendorfer schauten sich an wie Schüler, die den Lehrstoff verpasst haben.

Das spiel war gelaufen, die moral blieb trotzdem
Was folgte, war kein Fußball mehr, sondern ein Déjà-vu. Meuselwitz blieb harmlos, Sedlak rettete gegen Benyamina dreimal in Serie, und selbst als Lukas Lämmel das 3:0 liegen ließ, kam keine echte Wende. Die größte ZFC-Chance? René Eckardts Bogenlampe aus 22 Metern – knapp über die Latte.
Die Statistik nagt am Selbstvertrauen: vier Gastspiele in Greifswald, vier Niederlagen, ein Tor. Die Ostsee-Anlage ist für Meuselwitz ein Schacht ohne Licht. Am Samstag dort kein einziger Punkt, dafür ein weiterer Beweis, dass frühe Gegentore in dieser Liga nicht aufzuholen sind.
721 Zuschauer sahen am Ende ein 2:0, das so deutlich war wie die Tabelle aussieht: ZFC auf Abstiegsplatz 16, GFC im gesicherten Mittelfeld. Die Saison neigt sich dem Ende zu, die Luft wird dünner. Wer so beginnt, wie Meuselwald begann, muss hintenrum alles richtig machen – oder in der Oberliga neu anfangen.
