Kassel springt raus, offenbach versinkt: hessens regionalliga-comeback wird zum nervenkrieg
Ein Samstag, vier hessische Teams – und am Ende jubelt nur die Hälfte. Während KSV Hessen Kassel mit einem Befreiungsschlag aus dem Keller flitzt, rutschen Kickers Offenbach tiefer in die Krise und der FSV Frankfurt kassiert einen weiteren Reality-Check im Aufstiegsrennen.
Die Zahlen sind gnadenlos: 13 Punkte fehlen den Bornheimern auf Spitzenreiter SGV Freiberg, der auch gegen Offenbach keine Gnade kannte. 0:2 stand es am Ende, Torschütze beider Male: Minos Gouras. Der Deutsch-Grieche traf nach der Pause und nagelte die Hessen ans Tabellenende. Dabei hätte Johannes Brinkies seine Farben schon vor der Pause mehrfach vor dem K.o. bewahrt – vergeblich.
Barry fliegt, gouras trifft – offenbachs drama geht weiter
Die Situation eskalierte in der 65. Minute: Boubacar Barry sah Gelb-Rot, Offenbach war mit einem Mann weniger aufgeschmissen. Kurz darauf der Knockout durch Gouras. Für Trainer Mark Zimmermann war es die zweite Niederlage im zweiten Spiel – ein Start, der selbst in der Regionalliga für kalte Schweißperlen sorgt.
Frankfurt dagegen kam nicht über ein 1:1 gegen Tabellenvorletzte Bahlinger SC hinaus. Erijon Shaqiri verwandelte einen Foulelfmeter kurz vor der Pause, ehe Phil Kemper in der 80. Minute den Ausgleich markierte. Mehr nicht. Die Aufstiegszone rückt in immer weitere Ferne.

Kassels befreiungsschlag lässt die kurve beben
Währenddessen feierte KSV Hessen Kassel einen Sieg, der wie Balsam auf offene Wunden wirkt. Bei den Stuttgarter Kickers ging ein Schuss von Jan Dahlke in der 41. Minute ins Tor – und für Kassel die Angst, am Ende der Tabelle zu versauern. Mit nun neun Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz atmen die Nordhessen auf.
Auch SG Barockstadt Fulda-Lehnerz legte nach. Die Hessen siegten 2:1 bei SC Freiburg II, wobei Tobias Göbel und Moritz Dittmann früh für klare Verhältnisse sorgten. Der Anschlusstreffer kam zu spät – Fulda klettert auf Rang zehn.
Die Bilanz des Spieltags: Kassel und Fulda gewinnen, Frankfurt und Offenbach verlieren Boden. Die Regionalliga Südwest bleibt ein Pulverfass – und der nächste Schlag sitzt bestimmt schon in der Pipeline.
