Gregor deschwanden schlägt am holmenkollen zu: der 35-jährige holt ersten weltcupsieg
Er flog 132,5 Meter weit, als wäre die Saison nie zittrig gewesen. Dann schlug Gregor Deschwanden am Holmenkollen die Österreicher Favoriten und trug sich mit 35 Jahren erstmals in die Siegerliste ein.

Der luzerner dreht in oslo den spieß um
Nach dem ersten Durchgang lag er noch hinter Maximilian Ortner. Was folgte, war kein gewöhnlicher zweiter Sprung, sondern eine Demonstration, warum Olympia-Bronze kein Zufall war. 130,5 Meter, sauberer Wind, perfekte Noten – 1,4 Punkte Vorsprung reichten, um den Jubeltraum wahr werden zu lassen. Hinter ihm landete Ortner, den die Druckluft plötzlich verließ. Dritter wurde der Japaner Naoki Nakamura.
Die Schweizer Delegation jubelte doppelt. Felix Trunz schraubte sich auf Rang 15 – besser war er noch nie im Weltcup. Simon Ammann schaffte als 26. gerade noch die Punkteränge, Juri Kesseli folgte als 30. Auch das ist ein Signal: Die Sprung-Nation mischt wieder mit, wo die Musik spielt.
Die Zahl, die bleibt: 35 Jahre. In einem Sport, in dem Knie und Rücken früh streiken, beweist Deschwanden, dass Erfahrung manchmal mehr zählt als jugendlicher Sprungturbulenz. Die Saison war holprig, das Resultat ist glatt – und der nächste Flug schon gebucht.