Granada: von der star-truppe zum sparclub – kann pacheta das ruder herumreißen?
Ein Blick zurück genügt
, um den dramatischen Wandel bei Granada zu erkennen. Noch vor wenigen Jahren konnte der andalusische Verein Spieler wie Boyé oder Villar in seinen Reihen nennen und zog Talente wie Jorge Molina, Soldado, Gonalons, Brahimi oder Yangel Herrera an. Doch diese glorreichen Zeiten scheinen vergangen, und Granada steht nun vor einer ungewissen Zukunft.
Die bittere realität: finanzielle not zwingt zu radikalen maßnahmen
Wie bereits im vergangenen Sommer muss sich Granada mit einer erschwerten finanziellen Lage auseinandersetzen. Die Vereinsführung sieht sich gezwungen, bescheidenere Ziele zu verfolgen und auf ablösefreie Spieler und Akteure aus unteren Ligen zu setzen. Diese Strategie hat in der Vergangenheit zwar mit Lama, Diallo, Alemañ und Fayé einige Erfolge beschert, birgt aber auch Risiken. Ein hohes Maß an Treffsicherheit bei den Verpflichtungen ist unerlässlich, um den Leistungsstandard der Mannschaft nicht zu gefährden.
Auch in diesem Sommer wird Granada diesen eingeschränkten Plan fortsetzen. Die Verantwortlichen setzen auf junge, ambitionierte Spieler wie Víctor Moreno und erfahrene Kräfte wie Jordi Cano, der unbedingt beweisen will, dass er im Profifußball bestehen kann. Diese Spieler sollten zeitnah an den Verein gebunden werden und bilden das Fundament für Pachetas Vorhaben.
Die Sparmaßnahmen betreffen jedoch nicht nur den sportlichen Bereich. Auch im Verwaltungsapparat wurden Einsparungen vorgenommen, der Frauenfußbereich wurde weitgehend abgebaut und die Jugendarbeit empfindlich gekürzt. Diese drastischen Maßnahmen wirken sich auf alle Ebenen des Vereins aus und werden sich unweigerlich auf die sportlichen Leistungen auswirken.
Pacheta steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Er muss aus den vorhandenen Ressourcen das Maximum herausholen, die Stärken betonen und die Schwächen kaschieren. Nur so kann Granada den Abstiegskampf der Vorsaison vermeiden und sich wieder im oberen Bereich der Liga etablieren. Das wird keine leichte Aufgabe, angesichts der komplexen Lage, in der sich der Verein befindet.
Die Zahl spricht eine deutliche Sprache: Granada hat 2023 fast den Abgrund gesehen. Der Druck auf Pacheta ist enorm, und die Fans hoffen, dass der Trainergeist des ehemaligen Burgos-Coaches für eine Wende sorgen kann. Ob er es schafft, aus dem aktuellen Kader eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen, bleibt abzuwarten.
