Goretzka plantt die koffer: falk lüftet das transfer-geheimnis
Leon Goretzka stapelt schon die Kartons. Am helllichten Tag. Mitten in der Saison. Und niemand beim FC Bayern wagt es, ihn aufzuhalten.
Christian Falk hat gesehen, wie der Mittelfeld-Gigant in der Sabener Straße seine Autos umparkt – und dabei ein Gespräch führt, das laut BILD-Informationen schon seit Wochen die Runde macht: Goretzka will raus, will Spielzeit, will eine neue Heimat, in der er nicht nur Einwechsel-Notlösung ist.
Der klub, der ihn will, liegt in england
Der Name fällt schnell, wenn man die richtigen Leute fragt: Liverpool. Jürgen Klopp schwärmt noch immer von dem Box-to-Box-Typen, den er 2018 aus Schalke holen wollte. Damals entschied sich Goretzka für München. Jetzt, sechs Jahre später, holt der FC Liverpool nach – und bietet laut Falk ein Sofort-Leihgeschäft plus Kaufoption, die die Münchner locker 25 Millionen bringt.
Bayern-Boss Max Eberl dementiert nicht, er schiebt nur die Verantwortung auf den Spieler: „Wir reden mit Leon, nicht über Leon.“ Ein Satz, der im Klub-Slang so viel heißt wie: Wir haben ihn abgeschrieben.
Die Zahlen sprechen ohnehin ihre eigene Sprache. In dieser Saison kommt Goretzka nur auf 612 Bundesliga-Minuten – Platz 15 im Kader, hinter Laimer, Pavlović, selbst Musiala, wenn Konrad Laimer mal rechts verteidigt. Goretzka war einmal der Mann für die großen Tage, jetzt sitzt er neben den Ersatztorhütern.

Sein berater zieht schon mal die koffer hoch
Bei BILD-Sport wetzte Falk sogar mit Insider-Wissen: „Die Anfrage aus Merseyside liegt seit dem 2. Februar unbeantwortet im Bayern-Postfach.“ Grund: Die Münchner wollten abwarten, ob Pavlovićs Knöchelbruch sie doch noch zu einem Schnellschuss zwingt. Doch der 19-Jährige soll schon wieder mit der Gruppe trainieren. Goretzkas Zeitfenster schließt sich also statt zu öffnen.
Für den Nationalspieler ist das ein Déjà-vu. 2017 stand er vor dem Wechsel nach München, Schalke drohte mit Tribunen-Strafe, er spielte trotzdem – und wechselte ablösefrei. Diesmal droht keine Strafe, nur die Bananenschale aus Dauerreservistenrolle und EM-Traum. Denn Bundestrainer Julian Nagelsmann will in vier Monaten keinen Spieler im Kader sehen, der keine Rhythmus-Minuten sammelt.
Also flüstert Liverpool wieder. Und Goretzka? Der hat schon mal seinen Landsmann Thiago kontaktiert, den einstigen Bayern-Techniker, der ihm die Anfield-Atmosphäre schwärmt: „Wenn du denkst, du kennst Druck, dann warte ab, bis 60 000 dir „You’ll never walk alone“ entgegenbrüllen.“
Die Entscheidung fällt diese Woche. Eberl will Klarheit vor dem Leverkusen-Spiel. Goretzka will Spielzeit. Und Liverpool will endlich den defensiven Mittelfeld-Muskel, den es seit Hendersons Abgang vermissen. Wenn die Uhr am Freitag Mitternacht schlägt, könnte der Transfer perfekt sein – und Goretzka wäre wieder der Held statt der Bankdrücker.
Bayern winkt Geld, Liverpool einen Kämpfer, Goretzka eine Rettung. Und wir? Wir haben das nächste Kapitel eines Mannes, der einmal deutscher Rekordmeister werden wollte – und jetzt einfach nur wieder Fußball spielen will.
