Effenberg wettert nach bvb-pleite: „var hätte eingreifen müssen“

Stefan Effenberg schlägt mit der Faust auf den Tisch. 48 Stunden nach dem 1:2 des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund kocht der Ex-Nationalspieler noch immer. Grund: Yan Coutos Hand-Tabu in der Nachspielzeit. Der Schiedsrichter pfiff nicht, die Kölner protestierten, der VAR blieb stumm. Effenberg brüllt: „Das ist ein klarer Strafstoß. Punkt.“

Warum der dfb nachträglich die bremse zog

Warum der dfb nachträglich die bremse zog

Am Sonntagmorgen ging die Bombe hoch. Die DFB-Schiri-GmbH gibt ein Statement heraus, das selten so offen ausfällt: „Eine Intervention des VAR wäre angebracht gewesen.“ Begründung: Coutos Arm war abgespreizt, der Ball aus kurzer Distanz erwartbar. Der DFB spricht von einer „fehlerhaften Nicht-Entscheidung“. Effenberg lacht schwarz: „Wenn selbst der Verband zugibt, dass es Elfmeter war, dann war es das eben auch.“

Lukas Kwasniok tobte an der Seitenlinie, warf mit der Handtasche, fluchte in Richtung Vierminutenanzeige. Thomas Doll nimmt ihn in Schutz: „Ich kann den Trainer verstehen. So eine Szene kann die Saison kosten.“ Roman Weidenfeller versucht zu dämpfen, doch sein Gegenargument wirkt konstruiert: „Maina hätte den Ball trotzdem kontrollieren können.“ Effenberg kontert sofort: „Das ist irrelevant. Hand ist Hand, egal, was danach passiert.“

Die Zahlen sprechen gegen den BVB. Couto vergrößerte seine Körperfläche um 34 %, der Ball prallte auf den Unterarm, der Arm war seitlich erhöht. Keine Einbildung, keine Jammer-Attitüde. Der DFB bestätigt die Kölner Version nachträglich – doch drei Punkte sind irreversibel. Köln bleibt unten, Dortmund springt auf Platz drei.

Effenberg fordert Konsequenzen. „Wenn der VAR so eine klare Szene ignoriert, muss es Sanktionen geben.“ Der DFB will das Gremium intern besprechen, doch das ist kleine Mühlzeit. Für Köln zählt nur eins: Der Rettungsanker war da, der Schiri schnitt die Leine durch. Am Ende gewinnt nicht der Bessere, sondern der, dessen Trikot schwarz-gelb ist.