González dominiert in ungarn: moto2-titel rückt näher!
Manu González hat beim Großen Preis von Ungarn in Balaton Park ein beeindruckendes Rennen hingelegt und den Moto2-Sieg souverän für sich beansprucht. Der Tabellenführer ließ seinen Verfolgern keine Chance und baut seine Führung in der Meisterschaft auf – nun liegen 49,5 Punkte zu Izan Guevara, was fast zwei Rennen entspricht. Ein klarer Signal.
Turbulente startphase mit strafen und stürzen
Das Rennen begann mit einem dramatischen Zwischenfall: Izan Guevara, der von der Pole-Position aus startete, verhielt sich bei der Startphase nicht an die Regeln. Die Streckenposten reagierten umgehend mit einer Untersuchung und verhängten letztendlich eine Strafe in Form der 'Long Lap'-Penalty. Das Team von Prima Pramac zeigte sich dabei sichtlich unzufrieden mit der Entscheidung. Parallel dazu kam es zu einem weiteren Zwischenfall: Canet verlor die Kontrolle über sein Motorrad und stürzte. Auch Ortolá und Dani Muñoz waren in einen Unfall verwickelt, als Ortolá versuchte, Muñoz im Inneren der Kurve 3 zu überholen. Beide Piloten kamen von der Strecke ab.
Währenddessen kämpften Salac und González an der Spitze um die Führung. Agius hielt sich etwas zurück, zeigte aber Kampfgeist. Holgado und David Alonso fuhren zeitweise zusammen, bevor Veijer in Kurve 5 einen schweren Unfall erlitt. Guevara, nach Verbüßen seiner Strafe, kämpfte sich auf den sechsten Platz vor.
Vietti, wie so oft, zeigte eine starke Aufholjagd und erreichte im Rennverlauf den siebten Rang. Rueda brillierte ebenfalls mit einer beeindruckenden Fahrt von hinten ins Feld.

González im 'tunnelmodus' zum sieg
Elf Runden vor Rennende startete González seinen entscheidenden Angriff und übernahm die Führung vor Salac. Der Spanier schien voll fokussiert – er schaltete in seinen sogenannten 'Tunnelmodus', konzentrierte sich ausschließlich auf sich selbst und setzte seinen bewährten Rhythmus aus den Trainings fort. Zurutuza, der Navarro in der Folge bis zum Saisonende ersetzen wird, kämpfte als 22. um Positionen, wurde aber ebenfalls mit einer 'Long Lap'-Strafe für die Überschreitung der Streckenbegrenzungen bestraft. Kurz darauf ereignete sich dasselbe auch Baltus.
González hatte mittlerweile einen Vorsprung von einer halben Sekunde herausgefahren, wurde aber von den Rennkommissaren gewarnt, ebenfalls eine Strafe zu riskieren. Dies zwang ihn, vorsichtiger zu fahren, und Salac näherte sich wieder an. Auch im internen Duell des Aspar Team setzten sich Holgado und David Alonso gegenseitig unter Druck, wobei Alonso den Oberhand nahm.
González demonstrierte jedoch seine Stärke und baute seinen Vorsprung auf über sieben Zehntelsekunden aus – Salac musste schließlich aufgeben. Der Kampf um den dritten Platz auf dem Podium wurde zur spannenden Endphase. David Alonso schloss im letzten Umlauf auf Agius auf, doch der Kolumbianer hielt stand und verteidigte seinen Platz erfolgreich.
Der Sieg ging an Manu González, seinen dritten Sieg in Folge und den vierten in dieser Saison. Er hat nun die gleiche Anzahl an Siegen wie in der Saison 2025 erreicht. Das ist der beste Weg, um seine Ambitionen für einen Platz in der MotoGP-Klasse im Jahr 2027 zu untermauern. Und der Titel in der Moto2-Klasse rückt damit immer näher.
