Giro d'italia: milesi fährt mit kühlweste – und lacht drüber!

Massa – Lorenzo Milesi, das ist der Mann, der beim Einzelzeitfahren des Giro d'Italia nicht nur eine starke Leistung zeigte, sondern auch für den größten Lacher des Tages sorgte. Der junge Sprinter des Movistar Team beendete die 42 Kilometer lange Prüfung als Neunter in einer Zeit von 48:33 Minuten – eine solide Vorstellung, die aber fast im Schatten eines kuriosen Zwischenfalls stand.

Ein eiskalter auftritt – im wahrsten sinne des wortes

Ein eiskalter auftritt – im wahrsten sinne des wortes

Was keiner im Team bemerkte? Milesi vergaß, seine Kühlweste nach dem Aufwärmen auszuziehen. Eine kleine, aber feine Panne, die dem jungen Italiener während der gesamten Zeitfahrt ein erhebliches aerodynamisches Handicap bescherte. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 52 km/h mag das nicht der entscheidende Faktor gewesen sein, aber es ist ein Fehler, den man sich im Profisport kaum leisten kann.

„Ich habe es erst kurz nach dem Start bemerkt, aber da war es schon zu spät“, erklärte Milesi lachend gegenüber Eurosport. „Ich habe einfach versucht, meinen Rhythmus zu halten und zu sehen, wie es läuft.“ Die Situation erinnerte schmerzhaft an den Patzer von Geraint Thomas beim Einzelzeitfahren des Tour de France 2022 in Kopenhagen – ein Beweis dafür, dass selbst die erfahrensten Profis mal einen solchen Moment haben können.

Die Aerodynamik litt spürbar, das räumte Milesi ein: „Klar, ohne die Weste wäre ich wahrscheinlich schneller gewesen. Aber es ist eine Lektion gelernt. Wir werden versuchen, es beim nächsten Mal besser zu machen. Die Weste war auf jeden Fall nicht mehr kalt.“ Die Geschichte zeigt, dass selbst bei den größten Stars des Radsports menschliches Versagen und unerwartete Pannen dazugehören – und manchmal für die besten Geschichten sorgen.

Die Leistung von Milesi ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass er unter diesen ungewöhnlichen Umständen eine Top-Ten-Platzierung erreichte. Es ist ein Zeichen seines Talents und seiner mentalen Stärke, mit einem solchen Handicap umzugehen und dennoch ein respektables Ergebnis zu erzielen. Und wer weiß, vielleicht hat dieser kleine Ausrutscher ja sogar eine positive Wirkung: Milesi hat eine wertvolle Lektion gelernt, die ihm in Zukunft helfen wird, noch konzentrierter an den Start zu gehen.