Ginter überzeugt mit leistung und kopfball – wm-hoffnungen wachsen!

Mainz – Ein später Siegtreffer von Lucas Höler hat dem SC Freiburg ein hart erkämpftes 1:0 in Mainz beschert, doch der Abend gehörte vor allem Matthias Ginter. Der Innenverteidiger präsentierte sich in Topform und dürfte mit seiner Leistung Bundestrainer Julian Nagelsmann noch einmal aufmerksam gemacht haben.

Ginter als schlüsselspieler – tore und assists

Ginter, der in der Diskussion um die WM-Nominierung steht, bewies nicht nur seine Defensivqualitäten (67 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 75 gewonnene Kopfballduelle), sondern zeigte auch seine Offensivstärke. Besonders herausragend war seine Vorlage für Hölers Siegtreffer nach der Halbzeitpause: Nach einem weiten Einwurf von Lienhart verlängerte Ginter den Ball mit einem cleveren Hackenpass in den Strafraum – eine Aktion, die den entscheidenden Moment einleitete. Damit kommt der Innenverteidiger inzwischen auf elf Scorerpunkte in 28 Bundesliga-Einsätzen – eine beeindruckende Bilanz, die durch zwei Tore und fünf Assists in der Europa League ergänzt wird.

Höler, selbst ein glühender Befürworter von Ginter, äußerte sich nach dem Spiel eindeutig: „Was er in den letzten Wochen spielt, ist schon extrem gut. Er ist vielleicht der beste Innenverteidiger mit dieser Quote – er schießt extrem viele Tore für uns, assistiert auch extrem viel. Das sagt schon alles.“ Der Appell ist klar: Ginter muss bei der WM dabei sein.

Verletzungssorgen: ginter und manzambi

Verletzungssorgen: ginter und manzambi

Der Sieg wurde jedoch von Verletzungssorgen überschattet. Ginter musste im Laufe des Spiels dreimal behandelt werden, nachdem er einen unglücklichen Ellenbogentreffer von Sheraldo Becker abbekommen hatte. Trotz der Blutung und der intensiven Bemühungen des medizinischen Teams konnte die Blutung nicht vollständig gestoppt werden. „Ich hoffe, es ist nicht allzu schlimm. Wenn es nur so aussieht, wie es aussieht, und nichts gebrochen ist, dann ist alles ok“, äußerte Ginter nach dem Spiel.

Auch für Johan Manzambi gab es keine guten Nachrichten. Der Mittelfeldspieler erlitt kurz vor Spielschluss einen Schlag gegen das Knie und musste mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Feld geführt werden. Trainer Julian Schuster zeigte sich besorgt: „Er hat einen Schlag gegen das Knie bekommen. Schlag ist auf jeden Fall besser, als sich das Knie verdreht zu haben. Aber er bleibt unten mit dem Sprunggelenk hängen – und da hoffe ich, dass wir den Sieg nicht teuer bezahlt haben.“

Die Frage, ob Ginter den Weg aus der WM-Sackgasse findet, ist damit offen – doch seine Leistung gegen Mainz hat seine Hoffnungen neu entfacht. Es bleibt abzuwarten, ob Bundestrainer Nagelsmann seine starke Leistung berücksichtigt.