Giménez schnappt sich füllkrugs platz: milan setzt auf mexikanische waffe

18 Minuten reichten. Kein Tor, trotzdem ein Statement. Santiago Giménez ist zurück – und Milan hat längst gewählt. Der Mexikaner, vier Monate außer Gefecht, rückt in den Kader, Füllkrug rutscht Richtung Tribüne. 5 Millionen Ablöse plus Gehaltserhöhung? Vergiss es. Max Allegri will den Mann, der schon vor dem Kreuzband-Drama Bewegung ins Spiel brachte, nicht nur als Joker, sondern als Zukunft.

Operation statt winter-quickie – der plan zahlt sich aus

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Mitte Dezember ging’s unter das Messer, das Team zog sich trotz Engpass die Luxus-Option: Giménez sollte die Sprunggelenks-Plage endgültig loswerden, bevor die WM 2026 vor der Haustür steht. Die Rechnung: kurzfristig 639 Minuten Saisonbelastung verkraftet, langfristig einen Neuner, der sich in Rotterdam schon bewies. Sein Debüt nach der Pause gegen Lecce? Kein Tor, aber Ballannahme, Raumöffnung, Pressing – Kleinigkeiten, die Milan in der 3-5-2- wie 4-3-3-Raute fehlten.

Füllkrug lieferte Engagement, nicht aber Effizienz. Fünf Liga-Tore, dazu ein Gehaltspaket, das sich bei 31 Jahren kaum noch amortisiert. Intern heißt es: „Wir bezahlen keine Museumstickets.“ Giménez dagegen ist 24, bereits eingekauft und – das zählt schwer – von der Chefetage geliebt. Paolo Maldini schätzt seine Tiefe, Pioli (noch) seine Selbstlosigkeit. Die Kurve? Die sang schon beim Aufwärmen seinen Namen, als wäre er der Held einer Netflix-Doku.

Der Knackpunkt: Milan wird im Sommer einen Top-Stürmer holen – unabhängig vom Personal. Dann bleibt nur ein Backup-Platz. Füllkrug kostet Geld, Giménez kostet nur Geduld. Und die investiert der Klub lieber in eine Physis, die im Mai noch mal Vollgas gibt, statt in eine Transfer-Hintertür, die sich langsam schließt.

Fazit: Die Würfel sind gefallen – nicht wegen eines Tores, sondern wegen einer Philosophie. Milan setzt auf Jugend, auf Leidenschaft, auf den Mexikaner, der mit 18 Minuten eine ganze Karriere wieder in Schwung bringt. Füllkrug kann packen. Giménez hat noch acht Spiele Zeit, die Rechnung der Chirurgen in Gold aufzuwerten.