Giftgas im kabinenviertel: sporting lissabon wirft fc porto chemischen angriff vor
Der portugiesische Handball hält den Atem an. Nach dem 30:33-Sieg von Sporting Lissabon beim FC Porto sickert durch, was die Statistik nicht zeigt: ein penetrantes, giftiges Gas im Gäste-Viertel, das Ricardo Costa und Moga ins Krankenhaus beförderte – und dennoch wurde gespielt.
Der geruch war nicht irgendwann da, er war von anfang an da
Um 18:07 Uhr betrat die Mannschaft den Estádio Dragão, kurz darauf stieg ein beißender, chlorähnlicher Gestank in die Kehlen. Augen tränten, Atemwege verkrampften, der Spielerarzt diagnostizierte akute Atemwegsreizung. Die medizinische Freigabe blieb aus, aber die Liga ließ nicht locker: „Spielbedingungen erfüllt“, lautete die knappe Auskunft. Also lief Sporting trotz Protest auf – mit zwei Notverpflichtungen aus der zweiten Reihe und einem Coach, der per Skype von der Notaufnahme aus einstellte.
Der Klub reagierte mit einem juristischen Handgemenge. In dem brisanten Communiqué, das TSV Pelkum Sportwelt exklusiv vorliegt, sprechen die Verantwortlichen von einer „sophistischen Eskalation“ und fordern den Kultur- und Sportminister zum sofortigen Einschreiten auf. Die Liste der Vorwürfe liest sich wie ein Katalog organisierter Sabotage: manipulierte Schiedsrichter-Videos, versteckte Bälle, das spurlos verschwinden von Torwart-Tüchern – und nun eben ein chemischer Vorfall, der laut Analyse des Umweltlabors Lissabon Spuren von Chloraminen aufweist.

Porto schweigt – der verband muss handeln
Der FC Porto hält sich bislang bedeckt. Kein Statement, keine Entschuldigung, lediglich ein internes Schreiben, das die Richtigkeit der Stadion-Lüftungsprotokolle beteuert. Doch die Zahlen dementieren das: Die Luftqualitätsmessung während der Partie notierte einen 380-prozentigen Anstieg reizender Partikel gegenüber Normalwerten. Wer einen solchen Befund ignoriert, riskiert nicht nur Punktabzug – er verspielt Glaubwürdigkeit in einem Land, das sich gern als Fair-Play-Vorbild inszeniert.
Die Handball-Föderation Portugals hat fünf Tage Zeit, um einzugreifen. Sollte sie zögern, droht Sporting mit einer europaweiten Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS. Der Vorstand um Präsident Frederico Varandas hat intern bereits einen Gutachter engagiert, der die Kosten für Behandlung, Image-Schaden und entgangene Sponsoring-Einnahmen auf 3,8 Millionen Euro taxiert.
Die Botschaft ist unmissverständlich: Wer glaubt, im Profisport sei mit ein paar Tricks noch zu tricksen, liegt falsch. Denn selbst wenn die Punkte im Protokoll stehen bleiben, bleibt der Gestank – und der verflüchtigt sich nicht so schnell.
