Gidsel entscheidet final four: rekordtorjäger rettet füchse berlin
Ein Handball-Krimi geht in die Geschichte ein: Die Füchse Berlin haben sich nach einem nervenzerreißenden Duell gegen Veszprem und einem dramatischen Siebenmeterwerfen für das EHF Final Four qualifiziert. Doch der entscheidende Moment gehörte Mathias Gidsel, der nicht nur einen neuen Champions-League-Rekord aufstellte, sondern auch die Nerven aus Stahl bewies, als er den alles entscheidenden Wurf versenkte.
Die achterbahnfahrt der emotionen
Das Rückspiel endete mit einem 35:33 (31:30, 17:15) n. 7m. Ergebnis, das die Zuschauer in Atem hielt. Die Füchse Berlin hatten bereits einen furiosen Start hingelegt und führten in der ersten Halbzeit mit sechs Toren. Doch Veszprem ließ nicht locker und verkürzte bis zur Pause. In der zweiten Halbzeit kämpften beide Mannschaften verbissen um jeden Ball, wobei die Führung ständig wechselte. Am Ende stand es unentschieden, und so musste das Schicksal der Teams im Siebenmeterwerfen entschieden werden.
Der Moment Gidsels: Nachdem der Däne in der letzten Spielaktion noch unnötig den Ball verloren hatte, übernahm er im Siebenmeterwerfen die Verantwortung. Mit einem eiskalten Wurf sicherte er den Füchsen Berlin den Einzug ins Final Four. „Nachdem ich die letzte Situation im Spiel vermasselt hatte, musste ich etwas für die Mannschaft tun. Es war also ein entscheidender Siebenmeter“, erklärte Gidsel.

Ein rekord und eine werbung für den handball
Neben der dramatischen Qualifikation für das Final Four feierte Gidsel auch einen weiteren Erfolg: Er übertraf mit nunmehr 144 Turniertreffern den bisherigen Rekord seines Landsmanns Mikkel Hansen. „Diese beiden Spiele waren eine großartige Werbung für den Handball“, lobte Gidsel das Spiel und die Leistungen beider Teams. Auch Füchse-Trainer Nicolej Krickau zeigte Respekt vor dem Gegner: „Großer Respekt vor der Mentalität und der Moral, die Veszprem in diesen beiden Spielen gezeigt hat.“
Die Freude in der Max-Schmeling-Halle war grenzenlos, als Gidsel den entscheidenden Wurf versenkte. „Natürlich sind wir mehr als stolz, denn es ist sehr schwer, nach Köln zu kommen“, freute sich Krickau. Der Sieg ist nicht nur ein Triumph für die Füchse Berlin, sondern auch ein Beweis für den Enthusiasmus und die Leidenschaft, die den Handball ausmachen.
Die Schattenseite des Sports zeigte sich jedoch auch: Veszprem muss sich trotz einer starken Leistung von der Teilnahme am Final Four verabschieden. Innenblocker Yehia Elderaa kommentierte: „Am Ende ist es die Schattenseite des Sports, dass ein Team ausscheiden muss.“
Mathias Gidsel und die Füchse Berlin haben sich damit einen wohlverdienten Platz im EHF Final Four gesichert und können voller Zuversicht auf die kommenden Herausforderungen blicken. Die Handball-Welt fiebert bereits dem nächsten Kapitel dieser spannenden Geschichte entgegen.
