Gian van veen bricht wegen nierensteinen in tränen – dublin-show platzt

Er wollte auf die Bühne, stattdessen landete er auf der Intensivstation. Gian van Veen, der niederländische Darts-Vizeweltmeister, muss die Premier-League-Nacht in Dublin sausen lassen – weil seine Nieren sich gegen ihn verschworen haben.

Schmerzen wie ein 180er ins kreuz

Los ging die Misere am Sonntagmorgen. Was zunächst nach Muskelkater klang, entpuppte sich als Stein-Sturm in den Harnwegen. „Das ist nicht die Nachricht, die ich schreiben wollte“, postet der 23-Jährige aus dem Krankenbett, daneben ein Foto: Schläuche, Infusion, Tränen. „Bis zum letzten Moment habe ich gehofft, trotzdem auf die Bühne zu gehen.“ Die Schmerzen eskalierten, die Ärzte diagnostizierten Nierensteine – einen Treffer, der härter sitzt als jedes Triple-20.

Van Veen liegt seit Mittwoch im Hospital, die PDC bestätigt den Ausfall für den siebten Spieltag. Für die Fans entfällt damit das Duell gegen Luke Humphries, für den Niederländer droht der Abstieg aus den Play-off-Rängen. Er belegt aktuell Rang vier – punktgleich mit Michael Smith, aber mit einem Spiel weniger auf dem Konto.

Premier league verliert ihren shootingstar

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Die Tabelle ist das eine, das Image das andere. Die Liga, die in diesem Jahr auf fünf Insel-Stationen tourt, verliert mit van Veen ihren jüngsten Publikumsliebling. Nach seinem furiosen WM-Finaleinzug gegen Luke Littler galt er als Mann der Zukunft – jetzt ist Zukunft erst mal Bettruhe. Ersatz wird laut PDC nicht nachnominiert; stattdessen rückt ein Freilos nach, das die Konkurrenz sofort nachnutzen wird.

Van Veen selbst hofft auf Entlassung „noch heute oder morgen“, danach kehrt er nach Hause zurück – nicht in die Arena. Die Steine sollen mittels Stoßwellen zerkleinert werden, ein Eingriff, der seine Saison nicht beendet, aber laut Medizinern zwei Wochen Pause erzwingt. Das bedeutet: Auch der achte Spieltag in Newcastle steht auf der Kippe.

Für die Buchmacher ist das ein Kurs-Beben. Vor der Diagnose lag van Veen bei 9,0 auf dem Titel, nun stürzt seine Quote auf 17,0 – ein Wettmarkt, der die Dramatik besser verrät als jede Krankenakte. Und für den Sport? Ein Reminder, dass auch 23-jährige Weltklassespieler nur Menschen sind, deren Körper sich weigern, sich an TV-Termine zu halten.

Die Niederlande verlieren ihren jüngsten Helden, Dublin verliert ein Top-Match – und van Veen verliert vor allem Zeit. Die Uhr tickt, die Steine nicht.