Push-ups als herz-check: harvard-studie enthüllt überraschende wahrheit
Wer sich regelmäßig streckt und dabei nicht nur die Armmuskulatur trainiert, könnte einiges über seine Herzgesundheit erfahren. Eine bahnbrechende Studie der Harvard Universität zeigt, dass die Anzahl der Push-ups, die ein Mann schafft, ein besserer Indikator für das kardiovaskuläre Risiko sein kann als ein Laufbandtest. Das ist die überraschende Erkenntnis, die Wissenschaftler nun präsentieren.

Die studie im detail: was sagt die anzahl der liegestütze aus?
Die Studie, veröffentlicht im renommierten „JAMA Network Open“, verfolgte über einen Zeitraum von zehn Jahren (2000 bis 2010) die Gesundheit von 1.104 männlichen Feuerwehrleuten. Dabei zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang: Männer, die mehr als 40 Liegestütze am Stück bewältigen konnten, hatten ein um 96 Prozent geringeres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken, im Vergleich zu denen, die nur wenige Liegestütze schafften. Das ist ein Ergebnis, das die medizinische Praxis grundlegend verändern könnte.
Die Teilnehmer hatten im Durchschnitt ein Alter von 40 Jahren. Zu Beginn der Studie wurden sowohl ein Push-up-Test als auch ein Laufbandtest durchgeführt, wobei sich herausstellte, dass die Fähigkeit, Liegestütze zu machen, ein deutlich zuverlässigerer Indikator für die Herzgesundheit war. Nur 37 der Teilnehmer entwickelten im Laufe der zehn Jahre Herzprobleme – und fast alle davon (36 von 37) gehörten zu der Gruppe, die beim Push-up-Test die 40er-Marke nicht überschritt. Justin Yang, Arbeitsmediziner und Erstautor der Studie, erklärt: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Fähigkeit, Liegestütze zu machen, eine einfache und kostengünstige Methode sein könnte, um das kardiovaskuläre Risiko in fast jedem Kontext zu bewerten.“
Die überraschende Wahrheit: Die Push-up-Leistung korreliert stärker mit dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die Ergebnisse eines Laufbandtests. Das ist eine Information, die nicht nur Sportler, sondern auch Ärzte und Betroffene umdenken lässt. Ein einfacher Liegestütztest könnte in Zukunft eine Routineuntersuchung in Arztpraxen werden.
Stefanos Kales, Kardiologe und Senior-Autor der Studie, ergänzt: „Die Fähigkeit, Liegestütze zu machen, steht in positivem Zusammenhang mit der körperlichen Fitness und der aeroben Kapazität. Solche funktionalen Indikatoren sind in der Regel gute Vorhersager für die Mortalität.“ Die Studie verdeutlicht, dass Liegestütze weit mehr messen als nur die Kraft der Arme und der Brustmuskulatur. Sie fordern das Zusammenspiel von Muskeln, Nervensystem und Herz-Kreislauf-System heraus – und geben somit einen umfassenden Überblick über die Gesundheit eines Menschen.
Allerdings betonen die Forscher, dass die Ergebnisse vorerst nur auf Männer mittleren Alters mit körperlich anspruchsvollen Berufen übertragbar sind. Weitere Studien sind notwendig, um die Gültigkeit dieser Erkenntnisse für Frauen und Männer mit unterschiedlichem Lebensstil zu bestätigen.
