Geschwindigkeitsrausch auf autobahnen: dgt schlägt alarm!
Die spanische Dirección General de Tráfico (DGT) hat eine neue Geschwindigkeitskontrollkampagne abgeschlossen – und die Zahlen sind alarmierend. Während die Gesamtzahl der kontrollierten Fahrzeuge und ausgesprochenen Strafzettel ähnlich wie bei früheren Aktionen ausfällt, ist die Anzahl der Fahrer, denen eine direkte Geschwindigkeitsüberschreitung als Straftat angelastet wird, deutlich gestiegen. Ein Trend, der die Sicherheitsbehörden ernsthafte Sorgen bereitet.
Über eine million fahrzeuge unter beobachtung – fast 80.000 strafzettel
Im Zeitraum vom 13. bis 19. April wurden landesweit 1.256.540 Fahrzeuge an 3.537 Kontrollstellen überprüft. Das Ergebnis: 78.045 Fahrer mussten sich wegen zu hoher Geschwindigkeit verantworten – das entspricht einem Anteil von 6,2 Prozent aller Kontrollierten. Ein Wert, der zwar mit früheren Kampagnen übereinstimmt, aber angesichts der Gesamtzahl der überprüften Fahrzeuge eine beträchtliche Zahl darstellt. Besonders besorgniserregend ist, dass 15 Fahrer wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 80 km/h dem Richter zur Rechenschaft gezogen werden müssen.
Die DGT hat bei dieser Kampagne 235.237 Fahrzeuge mehr kontrolliert als bei der letzten Großaktion im August 2023.

Autobahnen als hotspots für überhöhte geschwindigkeit
Ein Blick auf die betroffenen Strecken offenbart einen klaren Trend: Die Mehrheit der Verstöße, nämlich 53,5 Prozent (41.772 Fälle), ereigneten sich auf Autobahnen und Autostrassen. Auf konventionellen Straßen wurden 34.215 Strafzettel ausgestellt (43,8 Prozent), während in städtischen Gebieten lediglich 2.058 Kontrollen zu Sanktionen führten. Die DGT hatte diesen Trend bereits beobachtet und bestätigt ihn nun eindrücklich: Schnelle Fahrstrecken sind zum Hauptfokus für Geschwindigkeitsüberschreitungen geworden.

Strafrechtliche verfolgung: eine deutliche zunahme
Was die DGT jedoch am meisten beunruhigt, ist der Anstieg der besonders schwerwiegenden Verstöße. Die genannten 15 Fahrer riskieren nun nicht nur ein Bußgeld, sondern auch eine Freiheitsstrafe von drei bis sechs Monaten, eine Geldstrafe von sechs bis zwölf Monaten oder gemeinnützige Arbeit für 31 bis 90 Tage. Darüber hinaus droht ihnen der Führerscheinentzug für mindestens ein Jahr und bis zu vier Jahre. Die Zahl hat sich im Vergleich zu vor zwei Jahren verdoppelt und verdeutlicht, dass weiterhin extreme Fahrweisen praktiziert werden, die schwerwiegende Folgen haben können. Die Bilder, die diese gefährlichen Situationen dokumentieren, sind erschreckend.
Es ist eine Mahnung an alle Verkehrsteilnehmer: Geschwindigkeit ist nicht alles. Die Sicherheit aller Beteiligten muss oberste Priorität haben. Die DGT wird ihre Kontrollen weiterhin intensivieren und unbarmherzig gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen vorgehen. Denn jede zu schnelles Fahrzeug ist eine potentielle Gefahr – für den Fahrer selbst und für andere Verkehrsteilnehmer.
