Rybakina: trainer-aus – was steckt hinter dem plötzlichen abschied?
Paris schockte Tennis-Fans gestern: Elena Rybakina, Nummer zwei der Welt, musste in der zweiten Runde von Roland Garros eine bittere Niederlage gegen Yuliia Starodubtseva hinnehmen. Doch das sportliche Aus war nicht die einzige Überraschung – der plötzliche Abschied ihres Trainers Stefano Vukov aus dem Box während des Matches sorgte für zusätzliche Fragen und Spekulationen.

Ein trainer geht – mitten im spiel?
Die Situation war ungewöhnlich: Vukov verließ das Spielfeld während des Spiels. Rybakina selbst wirkte sichtlich irritiert, als sie auf die Frage nach dem Vorfall angesprochen wurde. „Er hat mir gesagt, er könnte gehen. Und dann ist er gegangen“, erklärte sie, wobei ihre Antwort eher von Genervtheit als von Überraschung geprägt war. Die Frage, was genau zu dieser Entscheidung geführt hat, beschäftigt nun die Tenniswelt.
Was niemand direkt anspricht: Vukovs Vergangenheit. Bereits im Januar 2025 wurde er von der WTA vorübergehend suspendiert, im Februar dann endgültig disqualifiziert, wegen Verstößen gegen den Verhaltenskodex im Umgang mit Rybakina. Obwohl die Anschuldigungen später fallen gelassen wurden, wirft der Vorfall einen langen Schatten. Der erneute Rückzug während eines wichtigen Matches lässt viele Fragen offen.
Die Ursache? Rybakina deutete an, dass Vukov gesundheitliche Probleme hatte. „Er war anwesend, aber er hat sich in den letzten Tagen wirklich schlecht gefühlt. Er sagte, er könnte vielleicht gehen, und das hat er dann auch getan. Er war nicht fit, das ist keine Überraschung. Wir haben darüber gesprochen.“ Allerdings betonte sie auch, dass ihr während des Spiels lediglich geraten wurde, mehr Energie zu zeigen und stärker aufzudrängen – Ratschläge, denen sie offenbar nicht folgen konnte.
Die Entscheidung, Vukov zurück ins Team zu holen, nachdem Goran Ivanisevic abberufen wurde, scheint sich in der Vergangenheit ausgezahlt zu haben: Rybakina gewann 2026 die Australian Open und das Turnier in Stuttgart. Doch der bittere Rückschlag in Paris wirft nun ein neues Licht auf diese Entscheidung. Ob Rybakina nun einen neuen Weg einschlagen wird, um ihren zweiten Angriff auf Wimbledon vorzubereiten, bleibt abzuwarten. Die Frage ist: Kann sie ohne Vukov die nötige Konstanz und mentale Stärke finden, um an der Spitze zu bestehen?
