Daniele pinto: vom abstiegskampf zur legende von giana erminio

Gorgonzola bebt – und das schon seit fast einem Vierteljahrhundert! Daniele Pinto, das Urgestein des Giana Erminio, feiert am 9. Mai seinen 40. Geburtstag. Doch anstatt in Rente zu gehen, verkündet der Mittelfeldmotor seine Absicht, „noch eine wichtige Seite für die Giana zu schreiben“. Eine Entscheidung, die die Fans begeistert und die Frage aufwirft: Was macht diesen Mann so besonders?

Eine karriere, die im abstiegskampf begann

Alles begann mit einem brisanten Entscheidungsspiel. Vor fast 15 Jahren kämpften Giana Erminio und Vimercatese um den Verbleib in der Liga. Daniele Pinto, damals ein junger, ehrgeiziger Spieler, zeigte bereits seine unbändige Energie und sein unermüdliches Engagement. Sein Telefon klingelte nach Saisonende unaufhörlich – Angebote aus der Exzellenz und der Serie D. Doch Pinto entschied sich für Giana, den Verein, den er kurz zuvor in den Abstieg befördert hatte. Ein Schachzug, der sich als genial erweisen sollte.

„Ich bin in der Promozione angefangen und habe mich bis in die C gespielt“, erinnert sich Pinto. Ein steiniger Weg, der von Höhen und Tiefen geprägt war. Ein verlockendes Jobangebot als Filialleiter unterbrach seine Karriere kurzzeitig, doch die Sehnsucht nach dem Rasen war zu groß. „Ich habe nur ein Jahr ferngeblieben, aber ich konnte nicht widerstehen, als die Giana mich zurückholte.“

Der Deal mit Präsident Bamonte war alles entscheidend. Der Präsident bot Pinto eine Position in seiner Firma an, sodass er tagsüber arbeiten und abends trainieren konnte. „Das war ein Geschenk. Bamonte hat mir wirklich geholfen, meine Karriere zu meistern.“ So wurde Pinto nicht nur zum Spielmacher auf dem Platz, sondern auch zu einem wichtigen Mitglied der Giana-Familie.

Ein teamgeist, der begeistert

Ein teamgeist, der begeistert

Was macht das Spiel von Giana Erminio so besonders? Pinto weiß die Antwort: „Es sind die Menschen. Die Fans, die Spieler, die Mitarbeiter – sie schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Man fühlt sich hier wie zu Hause, man wird unterstützt und gefördert.“ Dieser Teamgeist, gepaart mit der Bescheidenheit und dem fair play, der den Verein prägt, macht die Giana zu einem Ausnahmezirkel.

„Das Geben ist wichtiger als das Nehmen“, betont Pinto. „Das ist es, was uns auszeichnet.“ Ein Motto, das sich in seinen eigenen Leistungen widerspiegelt. Erst kürzlich erzielte er sein erstes Tor der Saison gegen die Dolomiti Bellunesi – ein Moment, der von den sozialen Medien des Vereins mit dem Song „Forever Young“ gefeiert wurde. „Ein passender Titel“, grinst Pinto.

Vorbilder und erinnerungen

Vorbilder und erinnerungen

Im Laufe seiner Karriere hat Pinto viele talentierte Spieler kennengelernt. „Tommaso Augello war physisch außergewöhnlich, Paleari hat hart trainiert, Iovine ist jetzt in Como und Manconi hat mit Benevento den Aufstieg geschafft.“ Doch auch außerhalb des Platzes schöpft er Inspiration. „Ich bewundere Luka Modrić für seine Klasse und seinen Einsatz, auch im hohen Alter. Und ich lese gerne die Interviews von Novak Djokovic und Edin Dzeko, um mehr über Prävention und Regeneration zu erfahren.“

Ein besonderes Spiel bleibt ihm in Erinnerung: „Giana gegen Monza, als wir überraschend mit 3:2 gewonnen haben. Es war eine unglaubliche Stimmung, man spürte, dass wir etwas Besonderes erreicht haben.“ Und natürlich die Heimpremiere in der renovierten Heimspielstätte: „Ein unvergesslicher Moment, als wir nach langer Zeit wieder vor unseren Fans spielen konnten.“

Ein wunsch für die zukunft

Ein wunsch für die zukunft

Am 9. Mai steht der 40. Geburtstag bevor. „Ich fühle mich gut und möchte noch viele Jahre für die Giana spielen“, sagt Pinto. „Ich möchte meinen Beitrag leisten und gemeinsam mit meinen Teamkollegen Erfolge feiern.“ Eine ambitionierte Zielsetzung, die zeigt, dass Daniele Pinto nicht nur ein Fußballspieler ist, sondern ein echter Kämpfer und ein Vorbild für die junge Generation.

Die Giana Erminio kann sich glücklich schätzen, einen solchen Spieler in ihren Reihen zu haben. Ein Mann, der nicht nur mit Talent, sondern auch mit Herz und Seele für den Verein einsteht. Und wer weiß, vielleicht schreibt Daniele Pinto ja doch noch ein paar wichtige Kapitel in der Geschichte von Giana Erminio.