Beeinträchtigung überwinden: para-skydiving-heldin gewinnt wm-silber
Ein unglaublicher Triumph des menschlichen Geistes: Veronica Raineri, eine 34-jährige Sportlerin aus Erbusco, hat bei den Indoor Para Skydiving Weltmeisterschaften in Lesquin, Frankreich, zwei Silbermedaillen errungen. Raineri, die an einer fortschreitenden Form der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) leidet und auf eine Beatmungsmaschine angewiesen ist, beweist damit, dass körperliche Grenzen durch unbändigen Willen und Leidenschaft überwunden werden können.

Ein flug zur freiheit
Für Raineri ist das Para Skydiving mehr als nur ein Sport – es ist eine Befreiung. „Es war ein Abenteuer voller Träume, Hoffnungen, Erwartungen, Umarmungen, Engagement, Lachen, unvorhergesehener Momente, Enttäuschungen und Emotionen, aber vor allem Freundschaft“, beschreibt sie ihre Erfahrungen. Der Kampf gegen die Krankheit hat sie jedoch nicht gebrochen, sondern zu neuen Höhenflügen motiviert. Ihre Erkrankung begann vor zehn Jahren, als sie gerade 22 Jahre alt war und sich ihrer Leidenschaften – dem Zeichnen und dem Karate – hingab.
Heute sitzt sie im Rollstuhl und ist auf einen Beatmungsapparat angewiesen, aber das hält sie nicht davon ab, ihre Ängste zu konfrontieren. Und so wagte sie den Sprung ins Para Skydiving, um ihre Höhenangst zu überwinden. „Für mich war es wie Magie“, gesteht sie.
Der Erfolg des gesamten italienischen Teams Neben Raineris beeindruckendem Erfolg war auch das gesamte italienische Team erfolgreich, das in allen Kategorien mit vier Teams und 22 Athleten antrat. Es gab insgesamt sechs Medaillen in drei verschiedenen Disziplinen, darunter zwei Silbermedaillen für das Team VerticalStorm des Gruppo sportivo dell’Esercito und ein überraschender zweiter Platz für das Team Italia FS 8way. Auch andere Athleten mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, wie Noemi Giudici, Marco Pisani und Andrea Pacini, trugen zum Erfolg bei, unterstützt durch das Disability-Projekt von Aero Gravity.
Die Medaillen sind nicht nur Raineris Erfolg, sondern ein Triumph für das gesamte Team und ein Beweis dafür, dass Inklusion und sportlicher Leistung Hand in Hand gehen können. Ein Vorbild für uns alle.
