Roma kauft trigoria zurück – 300.000-euro-deal beendet 20-jahre-leasing
Nach zwei Jahrzehnten im finanziellen Zwangsjackt schlägt die AS Roma zurück. Für nur 300.000 Euro löst der Klub das Zentrum Fulvio Bernardini aus dem Leasingvertrag – und holt sich die sportliche Heimat endlich ins eigene Depot.

Warum der klub gerade jetzt zahlte
Der Schachzug kommt knapp vor der entscheidenden Stadion-Vollversammlung am 13. März. Friedkin will Signale senden: Stabilität statt Zwangsversteigerung. Die Summe wirkt lächerlich gering, doch dahinter steckt ein 20-jähriges Kapitel voller Stundungen, Covid-Moratorien und politischer Poker-Reihen. 2005 musste die AS Roma Real Estate das Gelände für 30 Millionen Euro verpfänden, um Löhne zu zahlen und ein FIGC-Verfahren zu verhindern. Seitdem flossen jährlich 2,7 Millionen nur für die Nutzung – ein Dauerausguss, der jetzt endet.
Die Papierlage: Ein Brief an die Banco BPM genügt, um das Komplex-Domizil zurückzufordern. Allerdings hängt der finale Eigentumswechsel an einem Rahmenvertrag, der drei Grundstücks-Parzellen, Nutzungsregeln bis zur Übergabe und bürokratische Kleinigkeiten klärt. Kein Hexenwerk, aber ein Startschuss. Mit dem Besitzwechsel verschwindet auch die letzte Restschuld von 5,9 Millionen, die 2021 auf 2025 verlängert wurde.
Trigoria war Anfang der 80er Jahre Anzalone’s Prestige-Projekt; später feilten Viola, Sensi und Pallotta an Erweiterungen. Jetzt kann die Roma wieder planen: neue Jugend-Apartments, ein zweites Trainingsfeld, vielleicht sogar ein Museum direkt neben dem Hallenkomplex. Die Spieler bekommen Kontinuität statt Mietunsicherheit – ein Seelenfaktor, der sich in der Leistungsdichte bemerkbar machen könnte.
Die Botschaft an den Rivalen: Die Hauptstädler haben ihre Hausaufgaben gemacht. Sponsoring-Rahmen steht, Stadion-Entwurf liegt, Trainingszentrum ist bald eigen. Wer jetzt noch von Finanzchaos faselt, schaut in vergangene Dekaden. Die Friedkins zahlen bar, schuldenfrei und zielstrebig. Für Totti, der im Sommer ins Management zurückkehren soll, winkt eine Heimkehr ohne Makel. Die Legende findet ihre Wirkungsstätte endlich im Besitz der Klubfamilie wieder – und nicht mehr in den Akten einer Bank.
