Lask dreht saison nach fehlstart: kühbauer liefert meister-ansage

Ein 1:5 gegen Salzburg, Platz elf nach sieben Spielen – und trotzdem redet ganz Österreich plötzlich wieder vom LASK als Meisterkandidaten. Der Grund heißt Didi Kühbauer. Seit sein Anruf in Linz eingegangen ist, verlor sein Team nur einmal, stürmte von hinten auf Rang drei und schickt der Meistergruppe eine Kampfansage.

Kühbauers rückkehr wird zur zäsur

Die Statistik ist bissig: acht Siege aus neun Partien zwischen der zehnten und 18. Runde. Kein anderer Klub sammelte in diesem Zeitraum mehr Punkte. Der Coach, der den WAC vorher auf Europa-Kurs geschossen hatte, ließ Moses Usor (8 Tore, 4 Assists) und Samuel Adeniran (6/3) aufblühen und stellte die Defensive um Lukas Jungwirth und George Bello so um, dass sie seitdem nur noch ein Gegentor pro Spiel kassiert.

Der xG-Wert von 2,24 im Salzburg-Desaster zeigt: Auch in der Niederlage dominierte der LASK die Spielanteile. Kühbauer reagierte mit Galgenhumor: „Wir werden nicht zum Ponyreiten anfangen.“ Gemeint: Kein Systemwechsel, keine Panik. Stattdessen vertraut er weiter auf Sascha Horvath, der alle 24 Pflichtspiele bestritt und als Kapitän die Mannschaft aufs Feld schreit – trotz nur eines Treffers und zwei Vorlagen. Seine Wirkung steckt zwischen den Linien, nicht in der Statistik.

Sacramento bleibt das mahnmal

Sacramento bleibt das mahnmal

Vergessen ist Joao Sacramento nicht. Der Portugiese, einst als Mourinho-Assistent angepriesen, holte aus sieben Spielen magere zwei Siege und verschwand nach einem „disziplinären Vorfall“ wieder. Die Lehrbuch-Serie für Klubchefs: Internationale Titel taugen nicht als Ersatz für lokale DNA. Kühbauer bringt dagegen österreichisches Fußball-Deutsch mit, das die Kabine versteht.

Die Tabelle lügt nicht: Mit 31 Punkten aus den letzten 13 Runden wäre der LASK Herbstmeister gewesen. Die Meistergruppe startet mit einem Rückstand von vier Zählern auf Sturm Graz – bei einem Spiel weniger. Die Fans rechnen lautstark nach: Ein Sieg im ersten Play-off-Spiel und der LASK liegt vorn. Die Buchmacher kürzen die Quote auf Titel Nummer zwei seit 1965 ständig.

Die Botschaft aus der Gugl ist klar: Wer nach einem 1:5 noch über Meisterschaft redet, hat entweder den Schuss nicht gehört – oder eben Didi Kühbauer auf der Bank. Die Meistergruppe beginnt, der LASK ist heiß. Und Salzburg? Bekommt die Revanche gleich am dritten Spieltag serviert.