Juventus räumt auf: comolli löscht giuntolis spuren – vier stars müssen gehen
Die Juventus-Ausverkaufswelle rollt weiter. Nach Douglas Luiz und Nico González stehen mit Michele Di Gregorio, Teun Koopmeiners, Vasilije Adzic und Juan Cabal vier weitere Giuntoli-Signings auf der Abschussliste. Sportdirektor Damien Comolli räumt konsequent das Erbe seines Vorgängers aus – und das, obwohl viele der betroffenen Spieler erst seit wenigen Monaten in Turin sind.
Comollis radikale kur: alles muss weg
Der Franzose kommt nicht zur Ruhe. Kaum hat er Luiz und González ins Exil geschickt, schon kursieren die nächsten Abschiedsgespräche. Die Botschaft ist klar: Wer Cristiano Giuntoli aufs Trikot gezaubert hat, fliegt raus. Di Gregorio, erst im Sommer für 20 Millionen Euro vom AC Monza geholt, soll trotz guter Leistungen wieder verschwinden. Koopmeiners, für 54 Millionen Euro die teuerste Juve-Transfereinnahme der Saison, wird trotz Starterelf-Präsenz gehandelt. Adzic und Cabal, beide erst 20, gelten als Zukunftsprojekte – doch Comolli kalkuliert offenbar ohne sie.
Die Zahlen sind hart: In zwölf Monaten hat Juventus über 180 Millionen Euro in neue Spieler gesteckt. Ein Großteil droht jetzt die Rückreise. Thuram bleibt – aber nur, weil er als Schnäppchen kam. Kalulu kann bei einem fetten Angebot folgen. Die Bilanz: Comolli baut nicht nur um, er löscht ein ganzes Kapitel.

Die flops der letzten stunde
David und Openda? Nicht mal Bankdrücker. Die beiden Offensivstars, für zusammen 75 Millionen Euro verpflichtet, saßen zuletzt durchgängig draußen. Auch Zhegrova, erst im Winter verliehen, steht vor dem Exit. Die Leihgebühren brennen Löcher in die Kasse, während Comolli nach neuen Superstars sucht. Lewandowski wurde bereits in Warschau gescoutet – ein neuer Neuner muss her, koste es, was es wolle.
Conceiçao ist der einzige, der noch Hoffnung hat. Der Portugiese war Giuntolis letzter Coup, Comolli löste die Kaufoption. Jetzt flirtet der FC Liverpool – ein Wechsel würde Juve mit 30 Millionen Euro entschädigen. Die Ironie: Der einzige „Giuntoliano“, der bleiben darf, könnte den Rekordtransfer einfahren.
Kelly, Innenverteidiger-Notlösung im Winter, zeigt Ansätze. Doch Comolli will mehr: Ein weiterer Top-Abwehrspieler soll die neue Juve-Säule bilden. Die nächste Umbaustufe steht bevor – und wieder zahlt der Verein drauf.
Comollis Kreuzzug kostet Millionen, Nerven und Zeit. Die Frage ist nicht mehr, ob Juventus sich neu erfindet, sondern wie viele Trümmer dabei liegen bleiben.
